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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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Das alters Joch ist das unausstehlichste; es wird lieber mit einem drückender», aberneuen ausgetauscht, als fernerhin mit Geduld getragen. Sehr natürlich, die bloße Aen-derung im Leiden ist schon eine Linderung desselben; überdies; liegt aber auch ein eigenerGenuß darin, dem lange unterdrückten Rachegefühle ungestörten Ausbruch zu gestatten.

§. Z>8. Diejenigen, welche einem Könige unterworfen sind, werden nach ihrem Beherrschermit weniger Neid und Mißgunst hinanfblickcn, als jene, welche unter einer erblichen aristokratischenVerfassung leben. Der Alleinherrscher ist über alle seine Unccrthancn so sehr erhoben, daß es vondiesen kaum bemerkt wird, und daß es ihnen kaum in den Sinn kommen kann, eine Vcrglcichunganzustellen, wobei) sie sich beleidigt finden könnten. Der erbliche Adel hingegen, welcher regiert, wirdvon dem Volke unmittelbar beobachtet, und steht auf einem Standpunkte, welcher sich zu wenig überdas klebrige erhebt, um zu hindern, daß nicht häufige Erbitterung erregende Vcrgleichnngen ange.-stellt werden sollten. Auch hac von jeher das Volk seine Senatoren gehaßt. Republiken, Keywelchen die Geburt keinen Anthcil an der Regierung gestattet, sind in dieser Hinsicht die Alierglück-lichstcn; denn das Volk wird jene Vorzüge seiner Mitbürger leicht ertragen, welche es diesen nachWillkühr erthcilt und wieder nimmt (S. 7<o.).

Nicht das Gehorchen au und für sich ist es, das erbittert, zum Aufrühre und ZurjAuf-kündigung des Gehorsams reizt. Wir unterwerfen uns willig, ja oft mit einem leiden-schaftlichen Streben und einem ganz eigenen Wetteifer, auch selbst den härtesten Gesehen,wenn wir in Befolgung derselben keine Dcmüthigung fühlen; wenn »amlich die Herrschen-den ihr Recht zu befehlen von unS erlangt, und wir uns hiedurch gleichsam selbst Gesetzevorgeschrieben haben; oder wenn wir von solche!» geleitet werden, denen wir (sc») es nunaus falschen oder richtigen Ansichten) einen höhern Werth als uns selbst in unscrm Innernzuzugestehen geneigt sind. Einem Wesen von höherer Art, als man selbst ist, gehör-chcn, ist keine Dcmüthigung; ja es kann sogar in jenem willigen Gehorche!» ein erhöhtesGefühl von Selbstwürde liegen, indem wir uns »amlich geehrt fühlen, von einem so weitüber uns erhabenen Wcstn zum Werkzeuge seiner Plane verwendet zu werden. Zu wel-chen kühnen Unternehmungen stimmt nicht der bloße Gedanke, mit zu dem Triumphe einesgroßen Feldherrn etwas beyzutragen!

H. zzy. Wenn überhaupt frcye Verfassungen von kürzerer Dauer sind, als die übrigen, sokömmt dieß daher, daß sowohl glückliche als unglückliche Ereignisse, die sich über jene verbreiten, siegewöhnlich ihrer Frcyheit berauben, da hingegen in monarchischen Staaten eben sowohl Brdrangnißvon außen als glorreiche Siege dazu bcplragcn, die Nation immer mehr und mehr zu unterwcrftn. Eineweise Republik möge ja nichts »vagen, das Besicgung oder Siege hcrbcpführcn kann; das höchste Gutdas hier unaufhörlich vorschweben soll, ist die Erhaltung ihrer Verfassung (S. 7?.).

Jener Zustand, wobey die Freyheit der Einzelnen in» bürgerlichen Vereine bestehensoll, ist nur in so lange möglich, als gewisse Grunzen nicht überschritten »verde», und alsein gcwistrr Zustand von ruhiger Leidenschaftslosigkeit bestehen kann, oder als die vor»außen einwirkende!'. Umstände von der Art sind, daß jeder Einzel-,e daran gemahnt wird,