nner Zweckmäßigkeit in allen ihren Funetioncn, mit einer bestimmten Ä ußerung eines insich selbst Geschlossenen; mit einem Grade von Egoismus, daß diese Pflanze für den Cen-tralpunkt, worum alles Geschaffene steh zu drehen bestimmt sey, angesehen werden könnte.Ilnd all dieß Treiben, das einen letzten höchsten Endzweck möchte vcrmuthen lassen, führtendlich zur Auflösung in formlose Lebensmaterie, welche in der Verworrenheit ihres Screbens die unbestimmten zoophytischen und phytozoischcn Vildrugeir darstellt.
Der Geist schafft Systeme, trachtet alles Einzelne, das Mannigfaltigste auf ein Ur-priucip zu bringen und am Ende führt dieß Streben nur dahin, einzusehen, wie unmög-lich dieß dem Menschen sey, wie er die Natur bloß in Bruchstücken zu fassen vermöge,und wie seine ganze Thacigkeit sich bloß auf das unaufhörliche Ergründen des Einzelnenbeziehen könne. Daher das aus der Geschichte der Wissenschaften sich ergebende Resultat,baß fortan Systeme geschaffen und verworfen werden. Auch hier leuchtet eine in sich selbstbedingte Thärigkeit hervor; das Handeln geschieht nicht eines letzten Endzweckes wegen, son-dern bloß um zu handeln.
Noch bleibt die Frage übrig, ob diese Erscheinung der selbstbedingtcn Thatigkeit sichbloß auf die einzelnen abgesonderten Actioncn beziehe, und ob nicht doch endlich alle dieseActione« zusammengenommen, einen gemeinschaftlichen letzten Endzweck haben, welcher nieerreicht werden wird, aber nach welchem unaufhörlich jene Annäherung besteht, die unsdie Asymptote auf eine leicht faßliche Weise und mit mathematischer Klarheit darstellt.Wer mag dieß beantworten?
§. Z4Z. Der Tod der Lucrecia, im höchsten Grade schimpflich für Rom, war bloß die Ver-anlassung zu der darauf erfolgenden Empörung. Ein stolzes unternehmendes kühnes Volk, das abervon Mauern umschlossen ist, muß entweder das Joch von sich werfen, oder mildere Sitten annehme».Eins von beydcn mußte geschehen; Rom mußte entweder seine Negicrnngsform andern, oder es sahsich gcnöthigt, als eine kleine arme Monarchie fortan zu bestehen (S. 4).
Das Lebende, Geistige, sich selbst Bestimmende, das subjectiv und objcctiv nach ei-nem innern Grundtypus sich aeciv Aeußernde, erhebt sich nicht aus der Mittelmäßigkeitempor, wenn es nicht durch äußere Einwirkungen gedrängt, zum Streite ausgcfodcrt mithoher gespannter, gesteigerter Thatigkeit seinem Ziele nachstreben muß. Solche Augen-blicke des Streites mit jenen Actioncn, welche sich als als Antagonisten des hohem Lebensden Aeußerungen desselben als plumpe Massen entgegen setzen, sind entscheidende Momentefür die allmahlige EntmicklungSrcihe der aus einander folgenden Lebensbilder; es mögen sichnun diese auf die bloß somatischen vitalen Darstellungen eines organischen Wesens, oder,uf die geistige Entwicklung eines Menschen, oder endlich auf die physische und geistigeEntwicklung einer ganzen Nation beziehen. In jenen wichtigen Momenten erlangen dievon außen einwirkenden Actione« die Ueberwucht über das sich selbst Bedingende, der Keim
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