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Analogie. Der Saame einer Pflanze enthält den Typus zur continuirlichen Dar-stellung jener siiccessiver Lebensbilder, welche zusammen gefaßt, das Wesen der Pflanze con-stirniren. Jene concinuirliche LebenSaetion ist mit einer unaufhörlichen Aufnahme, Assimi-lation und Ausscheidung formloser Lrbensmatcrie (welche sich selbst überlasten bloß in dieunvollkommnern zoophytischcn und phytozoischen Formationen übergegangen wäre) verbunden;so daß diese sämmcliche formlose Lebcnsmaterie durch den Typus des Saamcns jene Um-stimmungen an ihrem eigenen Typus erlitten hat, woraus jene gemeinschaftliche Lebensactionhervorgegangen ist, die ftch auf die succesftve Enthaltung der Pflanze bezieht. Der Typusdes Saamens hat hier den Typus jener geflammten formlosen Lebensmatcric überwunden;und dennoch ist diese, ihrer Mäste nach betrachtet, gegen jenen (den Saainen) seiner Massenach betrachtet, so groß, daß in der eigentlich materiellen Actio«, in der von der Materieuntrennbaren Acnon, nämlich in der Schwere, die erwähnte geflammte formlose Lebensma-terie, die Manne des Saamcns in einem uiigehcurrn Grade überwältigt. Welches Ver-hältnis besteht z. B. nicht zwischen jener Gesammtmaste, die während der ganzen Lebens-periode einer Eiche, von außen her in dieser Pflanze aufgenommen wird, und zwischender Masse jenes Keimes, welcher in zarten nach entgegengesetzten Richtungen getriebenenFasern, das Erste der dann ununterbrochen auseinander folgenden Lebensbilder darstellt?
§. Z47. N » m a S lange und friedliche Regierung war sehr geeignet, Rom in seinem unbedeuten-den Zustande zu erhalten. Waren dessen Bezirk und Macht schon damals ausgebreiteter gewesen, sohätte dieser Zustand der Dinge für Rom sich wohl auch noch ferncrshin erhalten können (S. z.). Allein
gedrängt von Außen mußte es handeln; und einmal in Thätigkeit versetzt überschritt esalle Schranken.
Eine Nation, durch irgend eine veranlassende Ursache zu energischen Aeußerungenihrer Thätigkeit gezwungen; hicdurch aus ihrem Schlummer geweckt, mit ihrem Vermögenbekannt gemacht, zum Wirken einmal aufgereizt, folgt diesem Impulse von nun an fort,gründet hiedurch ihre Grüße, oder stürzt sich ins Verderben; aber in beydcn Fällenbestehr keine Grenze, kein letzter Endzweck, welcher einmal erreicht, Alles wieder Zur Ruhebrächte. Nein! dies Treiben geht unaufhaltsam fort, ein Zweck schafft den andern, undes erscheint eine in sich selbst bedingte Thätigkeit, welche unaufhörlich schafft, um zu ver-nichten, vernichtet, um zu schaffen.
Analogie. Der Planet, einmal nach irgend einer Richtung geworfen, beschreibtseine Bahn um die Sonne; er strebt sich ihr zu nähern; allein, IM kKrilmlio angekom-men setzt er seine Bahn fort, lauft dem ^gzkmlio zu, und so nähert er sich unaufhörlichseinem Eencralpunkte, ohne irgend einen Punkt in seiner Bahn, als das Ziel seiner rast-losen Bewegung zu bezeichnen.
Hat nur der Saame zu Keimen begonnen, so entwickelt sich die Pflanze mit einer