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dicß sty in der Folge unser Wahlspruch, wie er es bisher gewesen ist. Ich werde auch fcrnerhin Analogieen, einen Parallelismus zwischen den Erscheinungen, die steh aus der Men-schengeschichte ergeben, u w zwischen den übrigen Erscheinungen der Natur anführen. Mögees mir gelingen, HKrl>ey nie gezwungen zu erscheinen, und mich stets frey von vorgefaßtenAnsichten zu behaupten.
Ich wählte als Thema der Untersuchungen über ein Gesetzsystem, für das Erscheinender Menschrnnatur, Montssquieu's bekanntes elastisches Werk: (üoiasicleraiio nzswr Iss eausös eis In (üruncksui' ckos Icko mains, et eis leur ckeonckenoe;und das au? folgenden Gründen: Dieß Werk ist allenthalben bekannt, es wird daherallgemein leichter meinen Ideen, die ich als einen bloßen Versuch angebe, zu folgen.Dieß Werk behandelt überdies;, in einer kurzen aphoristischen Form abgefaßt, das nationaleLeben der größten Nation der Geschichte, gibt uns hierdurch einen vollendeten Abriß derorganischen Enthaltung eines großen sich srey entwickelnden Volkes, und stellt uns dastclbegleichsam als ein lebendes Wesen dar, welches sich aus seinem ersten Keime entwickelt, sei-nein geweckten Entwicklungstypuö gemäß, jedoch durch manche begünstigende und zurückse-tzende Umstände modifizier, seine EulminationSpunkte erreicht; endlich aber, nach mancherleyOscillationen, nach mancherley entgegengesetzten Resultaten aus dem Kampfe zwischen demSchassenden und Vernichtenden in der Natur, dem allgemeinen Schicksale unterliegen muß,zu ver - hcn, und nur mehr in den Geschichtbüchern als ein einstmal Gewesenes zu erschei-nen. Wir sehen diese Nation vom rohesten wildesten Zustande an, alle Stufen der Cul-tur durchwandern, und sehen, wie selbst die eigene Größe und Stärke den Keim deskünftigen Unterganges in sich faßt. Wir erblicken endlich die wilden hereinbrechenden nochihre körperliche Urkrasc im vollen Maaße besitzenden Horden, im Gegensatze der verweich-lichten und moralisch verdorbenen ehedem so großen Nation. Dieses letztere ist für unsein um so wichtigerer Umstand, da wir selbst aus der Vermengung dieser Heyden Nationenabstammen, und da folglich manche Züge in uns, sowohl als Nation, denn als Einzelnerbetrachtet, hervorblicken, deren tiefe Bedeutung in jenem Bilde aufgesucht werden muß,das Montesquieu in dem erwähnten Werke zu entwerfen sich bemüht hat.
tz. Z46 *). Die Römer nahmen häufig die Sitten und den Cnltursrand jener Völker an, welchesie überwunden hatten (S. 2).
Nicht selten beherrscht eine Nation durch ihr moralisches Wesen diejenige, welchercrstere in politischer Hinsicht unterworfen ist.
*) In diesen und den folgenden Paragraphen berufe ich mich öfters auf die Seitenzahl in Clonts-guien's Werke, und zwar auf die I3Ünioii stöi'öm^s ä'azii'öa Ic peoeötlö Uo 1'iiinii! Uiäod,
XI. chLoa).
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