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Entwickeln des Saamens, die Blüthe allmahlig ab (so wie das Blatt abfällt, wenn dieGemme anfängt sich zn entwickeln.
Merkwürdig ist das nach bestimmten Perioden erfolgende Oeffnen und Schließen derBlüthen.
Bey vielen Gewächsen geschieht die Fortpflanzung ohne Befruchtung, durch Zwiebel,Knollen und andere Gemmen.
§. 319. Der Saame ist an der Pflanze das, was das E>) beyin Thiers; er ent-hält den Embryo, woraus sich die künftige Pflanze entwickelt.
Während seiner ersten Bildung ist er mit der Mutterpflanze durch eine eigene Na-belschnur verbunden, und zu seinem Schutze, ist er mit dem ?ei-icarjzmm umgeben.Das um den Keim befindliche Albuinen besieht aus Parenchym, Stärkmehl und Schleim;eö verwandelt sich nach dem Ausfallen des Saamens, während dem Keimen, zum Theilin Zucker und dient dem jungen Embryo zur ersten Nahrung; bey diesem VegetationS-procesfe wird Sauerstoff aus der Atmosphäre abforbirt.
Die aus dem Saamen aufkeimende Pflanze entwickelt zuerst das Parenchym, dannden Bast, und endlich die Gefäße.
Der Saamen ist nicht ein Theil des Gewächses, ungeachtet er, thcilS ehemals alsFoetus, demselben angehörte, theils auch durch seine unvollständigeren, einfachem Formenin einen solchen übergeht; sondern er ist ein von ihm gesonderter, nur in dynamischen Ver-hältnissen abhängiger, eines eigenen Gebens, einer eigenen Entwicklung genießender, eige-nen Gesetzen und Perioden folgender Körper; er ist weder ein Theil der Mutterpflanze,aus welcher entwickelt wurde, noch ein Theil des künftigen aus ihm hervorgehenden Ge-wächses, sondern das Mittel zwischen beyden, ein besonderer einfacher Zustand einer undderselben Pflanze.
Nicht alle Pflanzen haben Blüthen und Saamen; die erste Ahndung gleichsam, wennnicht von Blüthen, wenigstens von Früchten, Keimbehältern, findet sich bey den Liche-nen und im flussigen Medium, schon in höherer Form, wie es scheint, bey den Tangen.
Der Embryo besteht aus dem Osutimm vegstatiemis (Punctum saUens, punctumessLntiale), und einerseits dem Wurzelkeime, andererseits dem bicht- oder Blüthenkeime;der Ootzckeckon ist das dienende Organ des punctum essöntials, so wie das peri^ev-ma das dienende Organ des Cotyledon ist; daher besteht rücksichtlich der Entwicklung die-ser Theile ein ähnlicher Antagonismus, als zwischen Saame und Blüthe.
Ueber die Anzahl der Cotyledonen an den Saamen, ist man noch nicht recht einig;nach Wildenow sind alle Gewächse Dycotyledonen; Salisbury betrachtet die Monocoty-ledonen als Acotyledonen.
§. Z2v» Ueber die chemischen Bestandtheile der Pflanzenkörpcr mag folgendes kurz
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