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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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scheidet. Die Function der Blätter bezieht sich vorzüglich aus 'Ausdünstung, Einsaugung,Ausschwitzen verschiedener Flüssigkeiten, Aufbewahren der Säfte, als Vorläufer der Aesteund des Stammes dienen sie diesen jungen Theilen als Zuleiter des NahrungSsafteS.

§. zi8. Zu der Blüthe gehören die GeschlechtStheile, und alles, was mit ihnendieselbe Gemme oder Ramificmion ausmacht.

Die Blüthe sitzt auf dem Blüthensticle, ist aber früher vorhanden als dieser; dawo sie entspringt, erweitert sich der Blüthmstiel (wie der Stamm, wenn er eine Gemmetreibt); diese Erweiterung des Blüthenstielö ist der Vlüthenboden; die Rinde des Blü-thcnstiels vergrößert sich, die äußern Holzbündel trennen sich von einander, biegen sich seit-wärts und laufen zur äußern Blüthenhülle oder zum Kelche; aus diesem, nachdem sie sichseitwärts gebogen haben, entspringen andere, oder sind jenen gleichsam eingeimpft, welchezu der Blume und den Staubfäden laufen; unter derselben und früher, da, wo die äu-ßern sich seitwärts lenken, gehen Holzbündel gcrape zum Innern des Fruchtknotens oderzum Saamen über, und schicken oft ein Nebenbündel in die äußern Theile der Frucht(der Fruchtknoten ist oft schwer vom Kelche zu unterscheiden). Der Kelch macht die äußere,die Blume die innere Hülle, der Blüthe aus; vielen Blüthen fehlt jedoch die Blumegänzlich.

Die Staubfäden (stamiim) sind die männlichen GeschlechtStheile, sie bestehen ausdem Träger, Staubbeutel, Blüthenstaube. Die Staubwege (pistilla) sind die weiblichenGeschlechtStheile, und befinden sich gewöhnlich auf dem Fruchtknoten (Zermen); sie beste-hen aus fadenförmigen Griffeln, welche die mit Papillen besetzten Narben («tiZmn) tra-gen; zuweilen stehen die Pistillen geradezu auf dem Blüthenstiel, und haben einen Frucht-knoten um sich liegen.

Der Blüthenstaub fällt aus dem Staubbeutel in die Narbe, und hängt sich an derenklebrige Papillen., wodurch die Befruchtung bewirkt wird. Wir wissen mcht, ob dieseBefruchtung dadurch geschieht, daß (»ach Cölreuten) aus dem Blüthenstaube ein befruch-tender Saft ausschwitzt, und zu dem Saamen von Zelle zu Zelle durch das Parenchymin der Milte des Griffels dringt; oder ob hier nicht eine bloß dynam.sche Wechselwirkungdie Befruchtung zum Resultate hat.

Bekanntlich sind die männlichen und weiblichen GeschlechtStheile thcils in cinerleyBlüthe vereinigt, theils in verschiedenerlei) Blüthen, ja wohl auf verschiedenen Pflanzenvertheilt.

Witterung und Gewohnheit bestimmen bcy jeder Pflanze die Zeit, wo ihre Blüthenaufbrechen. Die Blüthez tt ist jene Periode, während weicher alle theile der Blüthe sichentwickeln. Die Befruchtung fällt in die Blüthenzeic; nach jener sterbt, während dem