gehen hier aus einander, biegen sich seitwärts und dringen in den Ast hervor, auch dasMark seht sich aus dem Stamme in den Ast fort. Die Verästelung dauert bis zum Ein-tritte der Blüthcnzeit, die letzten Aeste, welche bloß Blüthcn und keine Blätter tragen,heißen Blüthenstiele, und unterscheiden sieh hiedurch von den Blattstielen. Der Ast brichtallemal mit der Spitze in einem zusammengezogenen Zustande hervor, und heiße in diesemZustande Gemme, Auge; gewöhnlich enthält eine solche Gemme schon unentwickelte Blat-ter oder blattförmige Theile, auch wohl Blüthcn; wenn das Auge in dem Jahre vor derEntwicklung erscheint, und wenn die Blätter mit andern Thellen darin genau zusammen-geschlagen liegen, so nennt man dasselbe eine Knospe. Wenn man ein solches Auge vonder Mutterpflanze trennt, und es gleich dem abgeschnittenen Aste in die Erde oder aufdas äußere Holz anderer verwandten Arten pflanzt, so entwickelt sich dieß Auge fort;nimmt aber im letzten Falle die Natur jener Pflanze an, auf welche es verpflanzt wurde.Es gibt Pflanzen, die sich durch Gemmen selbst fortpflanzen, indem diese beym Verwelkendes ganzen Stamms in die Erde komme!? lind dort Wurzeln treiben; die Gemme sowohlals der Ast lassen sich als besondere Pflanze betrachten, welche zwar ans dem Mutterstammcgewachsen, aber mit einem eigenen Leben b-'gabt sind.
§. Z15. Stauden, oder prodominircnde Pflanzen heißen solche, bey welchen dieStamme jährlich absterben, und wobei) jährlich wieder neue Stämme aus der Wurzel ge-trieben werden. Sträuchcr werden jene genannt, wobcy der Stamm sich im ersten Jahreentwickelt, und wo die Gemmen und Blüthen erst späterhin eintreten. Was bey derStaude am Wurzelstocke geschieht, erfolgt beym Strauche an den Blüthensticlen. Zwcy-jährige Pflanzen sind jene, wo sich der Stamm nicht völlig im ersten Jahre entwickelt.Unter jährigen Pflanzen versteht man solche, bey denen schon im ersten Jahre Blürhe,Saamen und Tod eintreten.
§. zi6. Die ächte Zwiebel ist eine Gemme mit Blättern auf dem breiten Wurzel-stocke; hingegen enthalt die machte die Gemmen oder eigentlichen Zwiebeln für den Triebdes künftigen Jahres.
Die Knolle ist eine von der Mutterpflanze sich trennende Anhäufung von Zcllenge-ivebe, worin Bündel von Gefäßen in mannigfaltigen Richtungen zerstört liegen; wo sichdiese Gesäße sammeln, dort entspringt allemal eine Gemme, wovon eine Knolle oft meh-rere enthält.
Die Blüthenaugen entspringen mehr nach dem Ende eines Astes hin, als die Blät-teraugen.
H. Zi 7. Das Mark übergeht aus dem Stamme nie in den Blattstiel. Das Blattbesteht aus Hoizbündein (Blattnerven), und dem dazwischen verbreiteten Parenchym; eineBraktee heißt jedes Blatt, wenn es sich in der Form von den übrigen Blätter!? untcr-
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