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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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Grade über den Gefcierpunkc sieht; vorzüglich schadet hier jede plötzliche Aenderuug derReitze.

Die Divergenz der Gefäße oder des Bastes, welche die Veranlassung zu neuemTheilen ist, wird besonders durch reichliche Nahrung verursacht. Sie ist, gle-ch der Rich-tung des Stammes; und der Trieb dahin gehört zu den mannigfaltigen Bildungstriebender Pfianzen; durch ihn bahnt sich die Natur, so zu sagen, den Weg zu ganz neuenBildungen.

§. Ziz. Die Wurzel muß nicht mit dein Wurzclstocke verwechselt werden; auch isthier die Pfahlwurzel von den Zaserwnrzeln zu unterscheiden. Die Wurzel besitzt im All-gemeinen kein Mark. Die Lage der Wurzeläste ist unbestimmt; in lockerer, magerer Erde,schießt die Wurzel mehr gerade unzertheilt nieder; Dünger macht sie zackig; da wo dieErde angedrückt ist, entstehen die meisten Zasern; das Abschneiden der Hauptwurzcl, dieHemmung des Haupttriebcs befördern das Hervortreiben der Aeste. Die Wurzeln derPfianzen sind in beständiger Veränderung begriffen; Zasern und Aeste sterben ab, anderewachsen zu.

Der Wurzclstock, welcher sich zwischen der Wurzel und dem Stamme befindet, hatdie Tendenz nach allen Seiten zu wachsen; hier durchlaufen Bündeln von Spiralgefäßendas Zellgewebe nach unbestimmten Richtungen; bloß die perennircnden Pfianzen besitzeneinen eigentlichen Wurzelstock.

§. zi 4. Das Wachsen des Stammes scheint folgendermaßen vor sich zu gehen.Bey den Monocotyledonen verlängern und erweitern sich nicht allein die Theile, sondernes entstehen neue zwischen den alten, Zellen zwischen Zellen, Gefäße zwischen Gefäßen;bey den Dycotyledoncn ist es der Bast, welcher vorzüglich anwächst, und sich zwischendas Parenchym einschiebt; eben so schiebt sich stellenweise Bast zwischen Bast ein, wodurchdie abwechselnden Dichtigkeiten des Bastes entstehen; das Holz bildet endlich einen zusam-menhängenden Ring, und schließt das Mark ein; indem von Zeit zu Zeit neue lGefäß-bündel entstehen, wird das Mark allmählig vermindert; so entstehen die Jahrringe. Esist nicht entschieden, ob das junge Holz sich zwischen Holz und Rinde bilde, oder ob sichdie Rinde in Holz verwandle; eben so wenig wissen wir, ob die kleincrn, dickern, härternJahrringe tobt, oder ob sie belebt sind, und bestandig fortwachsen P; nur so viel scheintgewiß, daß blos die Dycotyledonen Holzringc bilden.

Aus dem Stamme wachsen Aeste hervor, von diesen laufen wieder andere Aeste undZweige aus. Wo immer ein Ast entsieht, da bildet sich ein Knoten; die Holzbündeln

") Vieles hat über diesen Gegenstand verzüalich Duhamel versucht.