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hens vorzüglich iN die Wurzel». Das Niebcrstelgen des Pflauzensafts geschieht vorzüglichin den dünnen Bastfasern, das Aufsteige» mehr vorzüglich ,n den großen Gefäßen (beson-ders Spiralgcfaßen) nahe am Marke; daher geht das Niedersteigen viel langsamer vorsich, als das Aufsteigen, und hieraus erklärt sich, warum das Begießen der Blatter we-niger wirksam, als das Begieße» der Wurzeln sey.
Pricstley, Jngenhouß, Saussure, Senebier und mehrere Andere habenmancherley Versuche über das Absorbiren und Erzeugen von Gasarten durch die Pflanzenbey verschiedenem Lichteinstusse in verschiedenen Medien angestellt; aus alle dem lassen sichaber keilte bestimmten Gesetze angeben '").
Der aus dem Boden mittelst der Wurzelfasern eingesogene Nahrungssaft übergehtin die Spiralgefaße. Die punkrircen Gefäße oder Treppengange leiten die Safte in derHolzschicht nahe an der Rinds; hingegen die Spiralgefaße näher am Marke. Der Saftkann aus den Gefäßen in die anliegenden Zellen nur mittelst eines eigenen Durchschwi-tzenS übergehen (vielleicht so wie am galvanischen Apparate die negativ elektrische Substanzan dem Opygenpol übertritt, wie sie auch in einer Schrveinöblase eingeschlossen ist). DerSaft kann sich zwar nicht bloß in saftführenden Gefäßen, sondern auch im Zellgewebe^fort-bewegen, aber die Gefäße beschleunigen diese Bewegung; auch haben Moose und völliguntergetauchte Pflanzen, wo der Saft keine weiten Wege zu machen hat, keine Gefäße,sondern bloß Zellgewebe.
H. 3c>8. Der eingesogene Saft erleidet seine erste Zubereitung in den Spiralgefä-ßen, wo er wahrscheinlich mit Luftbläschen in Berührung kommt; die weitere Zubereitungerhält er in den Zeilen, welche als Glandeln zu betrachten sind, die den Saft bereiten undausbewahren; die letzte Vollendung endlich wird ihm in den Zellengangen errheilt.
Der gefärbte Saft der Pflanzen z. B. der Milchsaft, sammelt sich in eigenen Aus-höhlungen zwischen den Zellen, welche Aushöhlungen aber nicht mit den Zellengängen zuverwechseln sind. Beym Verletzen einer solchen mit gefärbtem Safte gefüllten AuShölungerfolgt mittelst einer mir Reeeptivitat verbundenen Contraction, das Entweichen eines Theilsdieses Saftes, nie aber zeigt sich hier etwas, das sich mit der Verblutung beym Thierevergleichen ließe. Der gefärbte Saft ist im Allgemeinen kein wesemlicher Besiandtheil derPflanze, indem er sich weder in allen Pflanzen, noch in cinerley Pflanze zu allen Perio-den vorfindet, nach Mirbels Behauptung.
Zwischen den Zellen finden sich häufig ganz eigene Lücken, welche Luft enthalten; sieerschemen aber so zufallig, daß sie nicht als eigenthümliche Luftbehälter betrachtet werdenkönnen.
H. Dar») Agriciilturchemie. Treviramis Biologie. Link Physiologie und Anatomie der Pflanzen.