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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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in Thieren und und Pflanzen erzeugt werden, ohne schon als solche in den Nahrungsmit-teln enthalten zu seyn.

§. zc>2. Die delebten Flüssigkeiten bewegen sich im lebenden Körper vermöge einerinncrn Kraft (nicht etwa nach Gesehen der Hydraulik und Capillarattraction), und gehenvermöge desselben innern PrincipS aus einer Materie in die andere über (nicht etwa nach

den Gesehen der Chemie); so verwandelt sich Blut in Speichel, Galle, Saamen

Nur jene Materien, die keine Vitalitat besitzen, und bloß bestimmt sind, aus dem Or-ganismus zu treten, z. B. Haare, Ercremente, werden mehr nach den Gesetzen der Me-chanik bewegt, und nach den Gesetzen der Chemie gebildet.

H. zoz. Die Ausübung der Lebensfunctionen hangt bey Pflanzen vorzüglich vomEinflüsse des Lichts ab, bey Thieren vorzüglich vom Einflüsse des Nervensystems.

H. Z04. Die Lebenserscheinungen, sowohl am einzelnen Jndividuo, als am lebende!?Organismus der ganzen Natur (wobey die einzelnen lebenden Individuen unter einanderin dynamischer Relation stehen), führen auf das Daseyn eines Lebensprincips, eines Bil-duugstriebs, den ein gewisser Grad von Unabhängigkeit von äußern Einflüssen, von Selbst-bestimmung zur Wirksamkeit, ein Analogon von Spontaneität (die Fähigkeit einer klugenAuswahl der Mittel zur möglichsten Erreichung des Lebenszweckes, im Kampfe gegen äu-ßere Einwirkungen) zugeschrieben werden muß. So bemerken wir an Mißgeburten, daßsie im Innern so zweckmäßig organisirt sind, als es der Grad der äußern Difformität nurimmer zuläßt. So sehen wir die Pflanzen unter den ungünstigsten äußern Umständen zurHervorbringung kräftiger Saamen, mir Hintansetzung der übrigen Lebensfunctionen (hierzeigt sich das Streben, zum wenigftcn den Typus einer einstmaligen vollkommenen Lebens-entwicklung nicht zu verlieren), eilen, woraus der Zweck, wenigstens das Geschlecht zu er-halten, deutlich hervorleuchtet.

Die Urquelle des Lebens, die Tendenz aller Wirksamkeit von Seite des Lebensprin-cips sind von äußern Einflüssen unabhängig; allein die wirklichen Lebenserscheinungen, dieResultate des Streites zwischen dem Lebensprineip und den äußern Einwirkungen aus dieentworfenen Lebensbilder, die Resultate der Wechselwirkung zwischen erregbaren und erre-genden Potenzen, sind von äußern Einflüssen abhangig.

§. Z05. Bey der unaufhörlichen Ortsveränderung, Umwandlung, Ausscheidung allerTheile im lebenden Jndividuo erhält sich das Lebensbild in seinem Normalzustande durchbeständigen Ersatz der verschwindenden Theile. Dieser Ersatz geschieht bey Thieren ausdem Bluce, das in den mancherley Organen die entsprechenden Umwandlungen erleidet.Diese Umwandlungen sind das combinirte Resultat des Lebemprineips, und nicht etwa un-mittelbare Resultate der Beschaffenheit dieser Organe. Das Lebenoprincip sich,ff und ent-wickelte vielmehr diese Organe bloß als Werkzeuge einzelner Functionen, welche insgesammt