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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
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Darstellung einiger Versuche, um das vegetative Strebendes Blütheukeims und Wurzelkeims zu enthüllen.

I. Versuch im May i 8 i 6.

§. 297. In der Halste May wurde ein eng gelöchertes Sieb auf drcy Linien hoch,mit guter Gartenerde bedeckt; darauf kamen Gerstenkorner vom besten Saainen, ungefährZoll von einander entfernt, und hierauf wurde 5 Zoll hoch Gartenerde aufgeschüttet;endlich das Ganze mit einem runden Deckel wohl verschlossen, so daß kein Licht von obeneindringen konnte, sondern alles Licht nur von unten durch das Sieb eindrang. Nach un-gefähr 14 Tagen war der untere Thcil des Siebs von dicken kurzen weißen Wurzeln ganzdurchdrungen, welche ordentlich nnter einander verwebt waren. Zu gleicher Zeit sing dieGerstcnpflanzc an, oben unter dem Deckel hervor zu schießen, und sehr bald war die Erdeunter dem Deckel dick mit Gerste bewachsen, welche ich bis auf 6 Zoll hoch anwachsenließ. Diese Pflanzen waren durchgehends von weißer Farbe, ungefähr wie recht blassesStroh; ich konnte aber am Geschmacke dieser Blätter keinen Unterschied mit jenen derjungen Gerste auf dem Felde finden. Nur einige Pflanzen am Rande des Siebs, welchezwischen dein Deckel hervorgedrungen waren, hatten die gewöhnliche grüne Farbe der jun-gen Gerste. Ich nahm den Deckel hinweg, und binnen 24 Stunden war alles so lebhaftgrün, als die Gerste aus dem Felde. Das Licht hatte hier auf die Richtung, nach derdie Wurzeln und Blätter wuchsen, keinen Einfluß; denn wäre es das Licht, welches denBlucheickeim bcy den Pflanzen überhaupt b> stimmen mochte, aus der Erde von unten hin-auf zu schießen, so hätte in diesem Versuche, wo das L-cht nur von unten eindringen konnte,der Blnthenkeim hinab, und der Wurzelkeim hinaus; nämlich der Bluthcnkeim nach demLichte, der Wurzelkeim nach der Dunkle hin wachsen müssen. Es ist daher nicht richtig,dem Bluthenkennc die Benennung Li cht keim zu geben.

II. Versu ch I uny 181 6.

Ich ließ einen hölzernen Cylindcr gegen z Schuh hoch und 5 Zoll im Lichten ver-fertigen, welcher unten geschlossen oben offen war. Der Boden wurde in seiner Mittekreisrund ausgeschnitten, so daß eine blecherne Röhre von z Zoll Durchmesser genau hin-ein paßte. Die blecherne Röhre wurde hineingezwängt, so daß die Aren der bcyven Cy-linder in einander fielen, und die Röhre war so lang als der hölzerne Cylindcr. DerZwischenraum zwischen bcyden Cylindern wurde mit feinem Sande gefüllt, so daß in dieblecherne Röhre außer von oben hinein auch nicht das allergeringste Licht dringen konnten

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