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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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des organisirten ^ Individuums erscheint; hier hingegen verändert sich wahrend des Wach-sens bloß die äußere Gestalt und Große, indeß alles Innere einmal Vollendete unabän-derlich dieselbe Scructur behält, mag auch das Wachsen wie immer weit fortgesetzt wer-den, so daß dieses Wachse» als ein bloß fortgesetztes Ansetzen fremder Theile von Außenals eine bloß fortgesetzte Aggregaten betrachtet werden muß. Dort kann das Wachsen übereine gewisse Gränze hinaus nicht fortgesetzt werden, mag man auch dem organisirten In-dividuo (z. B. der Pstanze) wie viel immer Stoff (Nahrungsstoff) darbieten, der fähigist, in die Maße des organisirten Individuums zu ubergehen (z. B. Dünger); allein hier(z. B. am Dianabaum) kann das Wachsen ohne Gränze fortgesetzt werden, wenn mannur genugsam Stoff liefert, der fähig ist, an die bereits gebildeten Crystalle sich nach undnach anzusetzen. Dort zeigt sich ein einziger in sich bedingter Typus zum Entwürfe sue-cessiver Bilder nach einem bestimmten Gesetze der Conrinuität mit einem Hoheit Grade derUnabhängigkeit von äußern Einstüffen; ja, ein Analogem von Spontaneität, welchem ge-mäß das organisirte Individuum im Verhinderungsfälle einer vollkommenem Entwicklungsich so entwickelt, daß der ursprüngliche Zweck des Typus so viel möglich ist, erreichtwird; hier hingegen zeigt sich nicht das allergeringste von einem innen, Typus, von einerTendenz nach einem bestimmten Ziele, und von einer Verwendung der äußern Umständezur Erreichung dieses Zieles; nichts läßt sich hier wahrnehmen, als ein Aggregat von ein-zelnen Tendenzen, und in der ganzen Action der crystallinischen Bildung leuchtet die größteAbhängigkeit von äußern Umständen hervor. Man möchte sagen, es trete hier der höch-ste Grad voii Stupidität, von Geistlosigkeit hervor. Wird ein Dianabaum an irgendeinein Zweige verhindert, weiter anzuwachsen, so wird man an diesen. Zweige nie jenevernünftige zweckmäßige AuSbiegiing wahrnehmen, wie am Zweige einer Pflanze, welcherverhindert wird, in seiner ursprünglichen Richtung sortz,«wachsen ).

§. 296. Um mich von der Spontaneität in der organischen Entwicklung zu überzeu-gen, und um mich über die eigentliche Tendenz des Wurzel- und Blüthenkeimes zu be-lehren, stellte ich einige Versuche au, welche hier vorgetragen werden sollen.

Ich habe mich bei? dieser Vergleichung der crystallinischen Vegetation mit der Organischen, vielleichtlänger verweilt, als es der Vortrag meines Gegenstandes erfordert; allein, ich wollte hier so recht,wie ich es fühle, das Armselige jener hölzernen Theorie ausdrücken, wornach alle Wunder des Le-bens ein Gegenstand, der Kopf und Herz, Verstand und Phantasie im höchsten Grade begeisternmuß, durch einen bloßen Crystallisationsproecß erklärt werden wollten. Eine Theorie, ganz würdigjenes plumpen, starren, geistlosen, unmoralischen Materialismus, der uns vorzüglich durch die fran-zösische Philosophie mitgcthcilt wurde.