cher Theile als vorzüglich der Sexualtheile bey den Pflanzen, auf einen weniger gcschlos-senen Organismus hin als bey den vollkommnern Thieren, bey welchen von der ersten Jugend bis ins höchste Alter fortwährend ein und dasselbe System von mannigfaltigen Thü-len besteht.
Es ist nicht entschieden, ob es erforderlich sey, wenn der weibliche Saamen durchden mannlichen befruchtet werden soll, daß eine unmittelbare Berührung beyderStoffe unter einander vor sich gehe; vielleicht ist es hinreichend, daß diese Stoffe gegeneinander nur i» jene Lage gebracht werden, wobey eine dynamische Wechselwirkung starrfinden kann. Es läßt sich eine auffallende Ähnlichkeit in der Wirkungsart des männli-chen SaamenS auf das weibliche Individuum init jener Wirkungsart bemerken, welcheden ansteckenden Giften entspricht ' ).
§. 294. Sowohl bey Pflanzen als Thieren erscheinen hie und da verschiedene Miß-bildungen M ßbiloungen dürfen betrachtet werden, als krankhafte Abweichungen vonder ursprünglichen Scrnetur, bey welchen Abweichungen der Organismus, an weicht m sievorkommen, sich selber cha.ig gezeigt hat; sie entstehen um so leichter, je naher der Or-ganismus seinem Ursprünge ist. Einige Mißgeburten entstehen durch äußere Einwirkun-gen nach der Empsängniß, andere aus einer krankhasten Beschaffenheit des ZengungS-stoffs. Bey allen Mißgeburten zeigt sich das Bestreben der bildenden Kraft, einen (un-ter den bestehenden ungünstigen Umständens) möglichst vollkommenen Organismus hervorzu bringen.
§. 29;. Betrachten wir die sich aus einer tropfbaren Flüssigkeit bildenden Crystalle,wobey das Anschießen der Erystalle fortwahrend an einer und dersilben ststen M.sse ,ert-gcht, so daß diese -este crystallinische Viasse fortwährend an Große zunimmt; betrachtenwir dieß z. B. an einem sich solchermaßen bildenden Dianabaume; so konnten wir unsbey der allerersten oberflächlichen Beobachtung dieses Phänomens geneigt fühlen, diesen Pro-ecß als einen dem VcgetationSproccsse ähnlichen anzusehen. Allem eine gründlichere Ver-gleichung dieser zweyerley Naturphänomene, wobey wir sie durch längere Perioden hin-durch verfolgen, wird uns bald überzeugen, daß die organische Entwicklung sich von derbloß crystallina',chcn gar sehr unterschcidet, auch wenn man dabey ausfch>i ßl-ch dasPhänomen des Wachsens betrachtet. Dorr zeigt sich ein unaufhörliches Verändern, näh-rend der ganzen Periode des zunehmenden und abnehmenden Wachsthums, in allen, selbstden innersten Theilen, so daß augenscheinlich das Wachjen als Resultat einer mnern Kraft
Trcvirauus Biologie.
*5) Tiedemauu über kopflose Mißgeburten. Jäger über die Mißbildungen der Gewächse.
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