ankommen kann, die verschiedenen Individnen gegen einander in bestinimren Bewegungenzu erhalten (welches dem höchsten Ausdrucke des Organischen, nämlich der willkührlichenBewegung widersprechen möchte), es daher hier nicht bloß auf eine mechanische Wech-selwirkung ankommen kann, so kann auch hier die dynamische Wechselwirkung nicht ineiner Art von Gravitation bestehen; denn die Aetion der Natur, durch welche diese dyna-mische Wechselwirkung erscheint, kam, nicht der Mechanismus styn.
Was sie eigentlich sey, ist uns eben so unmöglich zu beantworten, als was das Lebendes unbedeutendsten Würmchens oder Mooses ist. Es sey uns genug einzusehen, daßnach allen vernünftigen Gründen diese dynamische Wechselwirkung bestehen, und daß sieselbst das Gepräge der organischen Accivität mit sich führen müsse.
§. 2L8. Alle lebenden Organismen bedürfen des Wassers und der atmosphärischenLust; der Grad dieses Bedürfnisses unterliegt jedoch folgendem Gesetze: betrachtet man diePflanzen und Thierc »ach jener Stufenleiter welche sich aus die allmähllg zunehmendeMannigfaltigkeit in der Organisation bezieht (die Pflanzen von den Phytozoen an biszu den untersicn Stufen der Monocotyledonen, und von diesen weiter bis zu den höchstenStufen der Dycotyledonen; die Thiere von den Zoophyten an bis zu den untersten Stu-fen der Vögel und Säugethiere und von diesen weiter bis zum Menschen), so wächst dasBedürfnis; nach atmosphärischer Luft, und zugleich nimmt jenes nach Wasser ab.
§.289. So lange die formlose Lebensmaterie bloß durch leblose Natur modifizirt wird,erhält sie keine bestimmte Lebenstendenz; sie vermag daher nur in zoophytische oder phy-tozoische Lebensformen zu übergehen. Wird sie aber dem Einflüsse von lebenden Organis-men ausgesetzt, so thcilt der lebende Organismus der ungcformten Lebensmatcrie seine Le-benstendenz mit, und das Ganze erhält gleichsam eine b c stimm te Richtung für den Ent-wurf successiver Lebensbilder.
Dieß geschieht mit der LebcnSmaten'e, welche von der Pflanze als Nahrungsmittelaufgenommen wird, sowohl durch den Keim, als überhaupt durch die ihre Lebensperiodedurchlaufende Pflanze; dieß geschieht sernerS mit der Lebcnsmaterie im Eye außerhalb desKeimes, und mit jener in den vegetabilischen animalischen Nahrungsmitteln, welche vondein, die Periode des Lebens durchlaufenden Thiere asstmilirt werden. Jndeß wird dieformlose Lebcnsmaterie, durch die leblose Natur nicht nur dann influenzirt, wenn sie ganzabgesondert für sich besteht; sondern auch noch dann, wenn sie durch den eben erwähntenEinfluß eines organisirten Wesens eine bestimmte Richtung der Lebensactivität erhalten hat.Nur ist im letztem Falle die Einwirkung der leblosen Natur auf die formlose Lebensma-terie weit schwächer, indem der höher gestimmte TvpuS zur Lebeuoaction sich nun weit in-dividueller selbstbestimmender verhält. Die äußern Po enzcn, wenn stlbe nicht allzuheftigund hierdurch zerstörend wirken, bringen nunmehr bioße Anomalien in dem vorge-