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Die Mannigfaltigkeit, Zahl, Größe und Vollkommenheit der Entwicklung in alleneinzelnen Thecken, der lebende» Individuen, nehmen zu, bey zunehmendem Wärmegrade.Jedoch befördert Warme und mäßiges Licht vorzüglich die animalische, hingegen starkesLicht, vorzüglich die vegetabilische Entwicklung, und am allermeisten die Entwicklung derDycotyledonen; indem die Monocotyledonen stch mehr der animalischen Natur nähern.
Die heiße Zone bietet daher reichere Encwickelungen an Thieren und Monocotylcdoneu dar; die gemäßigten Zonen reichere Entwickelung an Dycotyledoncn; da in den ge-mäßigten Zonen während der Vegetationszeit, wegen der langen Tage viel Licht, hingegenin der heißen Zone immer nur 12 Stunden Tag und häufige Regenzeit statt finden. Diehie und da vorfallenden Anomalien von diesem Gesetze liegen in Nebenursachen, dahin ge-hören z.B. der verschiedene Salzgehalt der Meere, herrschende Winde, herrschende Trockne,u. s. w. Auffallende Verschiedenheit in Lebensaußernngen zeigen sich in der nördlichen undsüdlichen Hemisphäre, vorzüglich in der heißen Zone, bey übrigens gleichem Breitengrade,und andern gleichen Umständen. Dieß mag von der Verschiedenheit in der Entwickelungdes cosmischen Galvanismus herrühren. Die Ursache dieser verschiedenen Entwicklungläßt sich aus der ungleichen Structur beyder Hemisphären erklären. Die nördliche Hemi-sphäre ist größtenthcils festes Land, und ist reich an Eisen und Kupfer; die südliche He-misphäre ist größtenthcils Meerwaffer, und vorzüglich reich an Gold und Silber.
§. 287. Die dynamische Wechselwirkung unter den lebenden Geschöpfen auch in denbedeutendsten Entfernungen von einander, ist zwar bisher durch eigentliche Ersahrungennoch nicht gehörig erwiesen; aber immer bleibt sie eine Hypothese, deren man nichr entbeh-ren kann, wenn man sich nur einigermaßen jenen Beharrungssiand erklären will, den manan der gesammten organischen Welt beobachtet.
Auch find wir über jene grob materiellen Ansichten langst hinaus, als daß es unsetwas so Unglaubliches scheinen sollte, daß eine Wechselwirkung unter verschiedenen Wesenohne eine unmittelbare Berührung statt haben könne. Besteht ja doch ein unlaugbarerZusammenhang unter den von einander entferntesten Himmelskörpern; diese Relation beziehrsich bloß auf Attracrion. Das ist aber auch sehr natürlich, denn, da es bey dem Welc-gebäude nur darauf ankömmt, daß ein bestimmtes System von Bewegungen an den Hiinmelskörpecn bestehe, so kann sich auch die Relation unter denselben auf nichts anderes bezie-hen, als auf jene Action der Name, die wir den Mechanismus der Natur genannt haben.Betrachten wir nun das Ganze der lebenden Natur, und geben zu, daß das Bestehendes Ganzen hier eben so wenig dem blinden Schicksale preis gegeben sey, als das Ganzeam Welrgebäude, so müssen wir eine dynamische Wechselwirkung unter den lebenden Jndividuen eben so annehmen, als unter den Himmelskörpern. Da es aber bey dem geregeltenBeharrungsstande, welcher am Ganzen der lebenden Natur statt finden soll, nicht daraus
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