zoi
Theil der einzigcit allgemeinenMatcrie überhaupt, in welchem derTypuszur Lebensaction nur auf jenen nieder» Grad geweckt ist, daß hiebey zwarunaufhörlich successive Lebcnserscheinungcn sich darstellen, jedoch mitdem vorherrschendem Charaeter dcrPassivität und Zufälligkeit (die orga-nische Action beherrscht hier nicht die äußern Einflüsse, sondern wirdvon diesen beherrscht, ohne jedoch gänzlich zu verlöschen). Wir dürfen imAllgemeinen den Typus zur Lebensaction, als die Tendenz nach Entwcrfung sueccssivcr Le-bensbilder erklaren; wir dürfen serners annehmen, daß der Typus zur Lebensaction in ei-nem um so höhern Grade geweckt scy, je activer, je mehr die äußern Einflüsse beherrschend,je unabänderlicher im suecesstvcn Einwurfe der Lebensbilder (bey einer übrigens gleich gro-ßen Zufälligkeit der äußern Einflüsse), die Lebensaction sich äußert. Diesem gemäß istder Typus zur Lebensaction auf den niedrigsten Grad geweckt (vielleicht noch gänzlich schlum-mernd), in den sogenannten anorganischen Körperu; auf einen etwas höhern Grad gestimmt,zeigt er sich an thierischcn und vegetabilischen Ueberresten, und an Infusionen aus densel-ben; schon in einem höher» Grade potenzirt, erscheint der Typus zur Lebensaction anden Zoophyten und Phytozocn, welche schon die ersten schwachen Züge eines individuellenVerhaltens in sich saßen; indcß besteht hier immer noch der Character der Zufälligkeit ineinem hohen Grade, wie dieß die häusigen Ausartungen der Zoophyten und Phytozocn inden verschiedenerlei) physischen und geographischen Standpunkten darthun.
Weit kräftiger, auf einen weit höhern Grad geweckt, erscheint der Typus zur Lebens-action an den vollkommnern Psianzen und Thieren, ganz vorzüglich aber am Menschen,welcher unter allen Himmelsstrichen, unter den verschiedensten Klimaten, bey der mannig-faltigsten Nahrung und Lebensart unabänderlich dasselbe Geseß der Contimütät im Ent-würfe successiver Lebensbilder beobachtet, wenn gleich unter mindern oder bedeutendem Ano-malien.
§. 284. Ich will hier einige Analogieen aufstellen, zwischen der Wesenheit in denActionen an der formlosen Lcbensmaterie und an den bloß mechanischen Actioncn der unsleblos erscheinenden Materie.
Der Ausdruck: Formlose Lebensmateric ist nur eine Abkürzung des Ausdrucks:Lcbensmaterie die in keiner vitalen Wechselwirkung an einerlei) Systeme(lebendem Individuo) steht. Blut, das in einem Gefäße aufgefangen worden, istformlose Lebensmaterie; eben so jeder einzelne, von einem lebenden Individuo getrennteTheil; aber auch der ganze Körper zusammengenommen, an einem lebenden Individuo, vondem Augenblicke an, als das lebende Individuum zu leben aufgehört hat, d. h. wo dievitale Wechselwirkung aller zu diesem Körper gehörigen Materie aufgehört hat. An ei-nem frischen Leichname besieht immer noch eine Wechselwirkung unter den diesen Leichnam