unte-sien Gränzeu au, bis zu jenen des höchsten Belcbtseyns an unserm Planeten, zeigtsich eine ahnliche Gradation in der Mannigfaltigkeit an der Verbreitung, wie in derMannigfaltigkeit an der Struemr der lebenden Individuen, wobcy aber Alles nur auf He-terogenirär bezogen werden muß; z. B. die Menge der Geschlechter und Arten nimmt ab,von Polarläudem gegen Aeqnator, (vorzüglich bey Thieren und Monocotyledoncn) I.
Die Zoophyten sind weiter als die Thiere, die Thiere weiter als die Pflanzen ver-breitet.
Bey der Verbreitung der lebenden Geschöpfe muß die physische von der geographi-schen unterschieden werden. Beyde stehen in vielen Fällen für einerlei) Individuum im um-gekehrten Verhältnisse; so z. B. finden sich gewisse Pflanzen bloß in Sümpfen, dabeyaber u tcr den mannigfaltigsten geographischen bangen und Breiten; sie haben daher einekleine physische, zugleich aber eine große geographische Verbreitung.
§. 2gz. Wenn wir einen Theil von einem organifirten Körper dergestalt trennen,daß jener das partielle Leben, welches er, als er noch mit dem Ganzen verbunden war,äußerte, nicht mehr fortsetzen kann; so werden die Bestandteile dieses getrennten Thcilesin irgend eine Form des Lebens übergehen, je nachdem sie äußern Einflüssen von der einenoder der andern Art ausgesetzt werden. Wir bemerken hier ein unaiisgefetztcs Strebennach Umwandlung, nach Schaffen und Vernichten; aber bey allen dem einen schwachenGrad von Selbstbestimmung, wenig Energie in der Reaction auf die äußern Einwirkun-gen, einen hohen Grad von Unbestimmtheit und Zufälligkeit; kurz, wir vermissen hier,bey einer oft großen Thätigkeit im Schaffen, jenes'in fich selbst bedingte Princip, wo-durch die höher organifirten Wesen, als die Beherrscher der ganzen übrigen Natur kräf-tig hervortreten.
Dieselben Phänomene können wir an den mancherley Säften wahrnehmen, welchedurch Auspressen, Auskochen, Auslaugenvon thierischen und vegetabilischen Thü-len, in einem abgesonderten Znstande erhalten werden.
Sehr verschieden von diesen Substanzen zeigen sich die festen und flüßigen Theile in deranorganischen Natur (z. B. die mancherley mineralischen Säuren, Salzauflösungen u. s. w.),
aus denen wir nie Schimmel, Bissus, Infusionschierchen, Priestley'sche grüne Materie
einstehen sehen. Hier bilden sich nur Ery stalle, die sehr bald den Grad ihrer Vollendungerreicht haben.
Epperimentale sowohl als philosophische Untersuchungen über diesen Gegenstand, dan-ken wir vorzüglich: Needham, Wrisberg, Müller, Jngenhouß, Priestley^Spallanzani, welche die Entstehung der Insusionsthierchen, der priestley'schen grünen
5) Trcvirauus Biologie.
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