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in den Amphibie», den Fischen und Würmern ab, bis sie endlich ganz aufhören. Sowird das System der zum Blntumlanf und zum Athemholen gehörigen Thcile, immereinfacher, bis man endlich gar keine Spur mehr davon antrifft. Dafür verlängern odervermehren sich gleichsam zum Ersah andere einfacher gebaute Thcile. Die Riesenschlangewachst zu einer Ungeheuern Größe, der Tausendsuß bewegt sich auf einigen Hunderten vonFüßen.
Auf ähnliche Art verhält es sich mit den Pflanzen. Die Blätter werden kleiner inden Moosen und fehlen den unvollkommncn Pflanzen; die Wurzeln sind ebenfalls nurhaarförmig in den Moosen, und in den nnvollkommnen Pflanzen gar nicht vorhanden, dieBlüthe wird immer einfacher, und in den nnvollkommnen Pflanzen findet man nur Fruchtund Saamen; das ganze System der Spiralgefäße hört endlich ganz auf. Sogar derStamm verschwindet endlich völlig. Dafür werden manche einzelne Theile ungemein aus-gebildet, z. B. die Blätcer in den Farrenkrautern, bcy einer großen Unvollkommensten derBlüthe, die Verästelung in mehreren Wafferalgen. Die Abnahme der Theile geschieht sodeutlich und so stufenweise in den Pflanzen, daß endlich nur ein Haufen von rundendurchsichtigen Körnen überbleibt. Für jeden Thcil der zusammengesetzten Pflanzen läßtsich eine Reihe von Verschiedenheiten angeben, welche von der einfacher» zu der zusam-mengesetzter» Form, übergeht. Aber die Stufen finden sich auf eine mannigfaltige Weisein den verschiedenen Arten zerstreut und verknüpft. Das Gesetz der Mannigfaltig-keit ist hier: Indem ein Theil auf derselben Stufe der Ausbildung stehen bleibt, durch-laufen die andern damit verknüpften Theile die ganze Iuihe von Ausbildungen. DasGesetz der Einheit ist hier: Nicht allein sind Thcile auf derselben Stufe der Ausbil-dung häufiger verknüpft, sondern einer wirkt auch auf den andern, nnd zieht ihn zu der-selben Stufe der Ausbildung hinauf oder hinab ").
Was uns hier die äußere Form zeigt, führt auf eine innere Mannigfaltigkeit undVerknüpfung der Triebe, deren Folge die Form ist. Es ist wahrscheinlich, daß sich dieseGesetze auf alle Lebensäußernngen erstrecken. Wir sehen die Natur auf den verschiedenenStufen; sie zeigt uns die Geschichte der Individuen. Man möchte sagen, es gebe eineuntergegangene Schöpfung.
§. 2Z 2. Nicht nur die Erde, sondern auch die Pflanzen und Thiere, sind Wohn-städte für Pflanzen und Thiere. Außerhalb gewisser Gränzen der belebten Erde (in sie-denden Duellen, fcrners in solchen, wo die mittl-re Temperatur unter z° R. ist u. s. w.)bestehen nur einige Arten lebender Körper. Innerhalb dieser Grenzen aber bestehetdurchaus eine ähnliche lebende Natur (nicht bloß einzelne Klassen u. s. w.) Von den
Link Analomic und Physiologie der Pflanzen.