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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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daß auf Bergen, wohin alle Verdunstung ansteigt, die größte Trockenheit herrscht, unddaß da plötzlich, ohne alle wahrnehmbaren Ursache n Wolken m d Regen entstehen.

Folge .de Sätze cle Imc?'5 verdienen vo>t den Physikern wahrg! nommen zu weedcit:

1.) An der Verdunstung hat die Luft keinen Antheil (wie d. auch Dalron be-haupte,) ui d sie geht auf dieselbe Art vor sich, sowohl beym Kochen des Wassers, alsbeym Verdunsten des Eises. So lange ftch das Wasser so, nämbch als Dampf in derLuft befindet, zeigt es das Hygrom ter mit dem Thermometer genau an.

2.) Das Maximum des Wasscrdampfcs in einer gegebenen Temperatur ist eine ab-solute und constante Größe; seine Menge ist von ele Imo und und Saussurv bey denverschiedenen Graden des Hygrometers sehr genau bestimmt worden (hieraus ließe sich dieDichtigkeit der Wasserdampfe bey verschiedenen Temperaturen finden, weil die Luft als ab-wesend gedacht werden kann).

3.) In der Ebene und auf Hügeln nimmt die Feuchtigkeit der Lust nach Sonnen-untergang zu. Auch auf hohen Bergen wird das Gras wahrend der Abenddämmerungnaß; das Hygrometer aber zeigt, wenn man es einige Fuß über den Boden stellt, eineZunahme in der Trockenheit, und dieses Phänomen dauert die Nacht über fort. Dießsoll nach Os luic? von eitler Erkaltung und hieraus folgenden Condensation in den untern Luft-schichten herrühren, die höhern Luftschichten sinken dem zu Folge herab, und indem sie sozu dem Hygrometer Herabkommen, zeigt dieß Instrument die ihnen gewöhnliche Trockenheit,die mit der Höhe zunimmt, aus welcher sie kommen.

4.) Dtn Thau erklaren einige als eine nach Sonnenuntergang erfolgende Condensa-tion der Wasserdämpfe der untern Luftschichten; andere halten denselben für die Conden-satton der aus der wärmern Erde aussteigenden Dämpfe.

z.) Gegen Sonnenuntergang und in der Dämmerung nimmt die Feuchtigkeit derLuft viel schneller zu, als nach der Abnahme der Temperatur zu erwarten wäre, wenn die-selbe Menge verdünsteten Wassers permanent in der Luft bliebe; nach Sonnenaufgang undwahrend den ersten Stunden des Tages nimmt umgekehrt die Trockenheit der Luft schnellerzu, als nach dem Wachsen der Temperatur seyn sollte. Warum verschwindet also der größteTheil des Wasserdampfes, den die Atmosphäre enthielt, wenn die Sonne über den Hori-zont herauf steigt; und warum nimmt die Menge des Wasscrdampfes in der Atmosphäreverhältnismäßig zu, wenn die Sonne untergeht?

6.) Bey dem gewöhnlichen Wetter vermehrt sich die Menge der Elektrizität in derLuft von der Zeit an, wenn die Sonne aufgeht, bis nach Mittag; die elektrische Flüssig-keit ist also diese Zeit durch im Anhäufen. Spater, wenn das Hygrometer eine wirklicheZunahme der Feuchtigkeit in der Luft anzuzeigen anfängt, sinken die Kügelchen des Elek-trometers und zu der Zeit, wenn der Thau sich zeigt, ist das natürliche Gleichgewicht der