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geben, sind uns noch in einem hohen Grade unbekannt. Nicht nur, daß wir die letztenGründe dieser Erscheinungen nicht zu enthüllen vermögen, so sind wir nicht einmal imStande, die Gesetze dieser Erscheinungen im allgemeinen anzugeben.
Ich begnüge mich demnach hier bloß dasjenige darüber anzuführen, das doch einigeBestimmtheit in sich zu fassen scheint.
§. 266. Gewöhnlich nimmt man an, die elektrische Flüssigkeit, 'welche in Gestaltdes Blitzes aus gewissen Wolken hervorbricht, sey in ihnen schon früher vorhanden, undbereit aus andere Wolken oder auf die Erde, wenn diese davon verhältnismäßig wenigerbesitzen, in einer ihrer Kraft entsprechenden Entfernung über zu sprmgen "). De i-umbehauptet aber, daß zwischen einer Gewitterwolke und einem isolirten Körper, auf welchemElektrizität angehäuft ist, gar keine Aehnlichkeit statt finde; da Wolken nichts anderes alsdichter Nebel, und daher vollkommene Leiter sind, und Gewitterwolken seyn können, wennsie auch auf Bergen liegen und dieselben berühren, wie er dieses auf hohen Bergen be-obachtet hat.
So viel ist gewiß, sagt er, daß in einer mit feuchter Luft und feuchter Erde in Be-rührung stehenden Wolke, in welcher der Blitz erscheint, den Augenblick zuvor keine elek-trische Flüssigkeit angehäuft seyn könnte.
Sie muß folglich durch eine chemische Operation entstehen, deren Ursache uns nochunbekannt ist, und in der die elektrische Flüssigkeit entweder aus irgend einer Verbin-dung, in der sie sich befand, entbunden, oder auf irgend eine Arr durch Zusammensetzungerzeuget wird.
Das Rollen des Donners, den man gewöhnlich als einen Wicderhall oder als einEcho angibt, scheint auf schnell auf einander folgende Detonationen, also auf einen chemi-schen Proceß hinzudeuten.
Iw war der erste, und nach ihm waren es die meisten Physiker, die behaupte-ten, daß sich das Wasser in der Luft auflöse, welches auch sehr wahrscheinlich ist, da dieUift am Ende des Tages dieselbe Menge Wasser hergibt, die sie durch die Ausdunstungerhalten hat.
Os i^ua behauptet aber, daß das durch Verdunsten aufsteigende Wasser in der Luftfeinen Zustand verändere, so daß es auf lange Zeit für den Hygrometer verschwunden zufeyn scheint, indem es sich in eine wirklich luftformige Flüssigkeit verwandelt. Nur durchirgend eine Operation entgegengesetzter Art meint er, können plötzlich Wolken, Regen u.s. w. hervorgebracht werden. Als Beweis Fieser Behauptung fuhrt er den Umstand an,
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Gilberts Annalen 181?.