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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
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auf eine Weise erklären lassen, die mit unfern bisherigen Ansichten übereinstimmen, wor-nach nämlich keine Lichtmaterie vorausgesetzt wird, sondern die Lichtcrscheinungcn als Re-sultate einer uns unbekannten Action, betrachtet werden. Es kann also hier von verschie-denerlei) Lichtthcilchcn, die verschiedentlich gefärbt, und von verschiedener Brechbarkeit sind,keine Rede seyn; eine Hypothese, die wirklich etwas unwahrscheinlich ist, da man schwerbegreift, wie bey der Ungeheuern Geschwindigkeit des Lichts eine so regelmäßige Abtheilungaller Theilchen vor sich gehe» könne. Wenn dieses gleich nicht mathematisch unmöglich ist,so bleibt es immerhin im höchsten Grade unwahrscheinlich, gränzet selbst an das Unglaub-liche.

Das Vorderlenchten eines Körpers zeigt sich an dessen dem leuchtenden Punkte zuge-wandten Oberstäche, und zwar in jedem Punkte dieser Oberfläche dadurch, daß erwähnter-maßen jeder solche Punkt, innerhalb der halben Sphäre oberhalb der tangenrirenden Ebenenach allen Seiten hin, auf einerley Weise leuchtet, zu gleicher Zeit aber zwey Haupropc-rationslinien entwirft, welche in die Hauptoperationsebcnc der Indifferenz fallen. Beydieser allgemeinen Norm des bumisizirens jedes Punktes der beleuchteten Oberstäche selbst,besteht, in einer ganz andern Rücksicht, eine sehr auffallende Verschiedenheit, in der Artund Weise des Lumisizirens.

Es giebt verschiedene Modisicationen des Lumisizirens, wobey ein wechselseitiger Ueber-gang statt findet, der eben so ein Gesetz der Continuität verkündet, als dieß die auf ein-ander folgenden Ordinaten irgend einer krummen Linie thun, wenn man gleich nicht berech-tigt ist, die Verschiedenheit jener LumificationSmodisieationen, als eine quantitative Verschie-denheit zu erklären. Jede dieser verschiedenen Modisicationen des Lumisizirens stellt sichuns als irgend eine Farbe dar.

Wenn verschiedene Punkte von einerley oder mehrerley Oberflächen rücksichtlich derFarbe auf verschiedene Weise lumisizircn, so sind wir im Stande, die Verschiedenheit inder Lumiftcation wahrzunehmen, in so ferne eine Beziehung der verschiedenen Lumisieationenauf den Raum möglich wird. So nehmen wir z. B. die verschiedenen Farben an demGefieder eines Vogels deutlich wahr. Ist es aber nicht möglich, die verschiedenen Modi-sicationen des Lumifizircns rücksichtlich der Farbe, auf den Raum zu beziehen, so daß wiralle lumifizirenden Actlonen mit einem Male wahrnehmen, unfähig dieselben von einanderzu sondern, so erscheinen uns alle diese verschiedenen Modisicationen des Lumisizirens alseine einzige, wir erblicken nämlich nur eine Farbe. Wird z. B. eine Scheibe, welchemit den verfehl, densten Farbensteckcn bedeckt ist, sehr schnell herumbewcgt, so nehmen wirimmer nur eine einzige Farbe an derselben wahr. Sind diese verschiedenen Farben die-