N chtuug der rLkraotiun oi'ckinniro, die Richtung der I '0 traute c,n oxtraovclinairs eine Func-tion, »u welcher (rucksichrlich der Veränderlichkeit dieser Fultction) die R.chrung derCrystallape als Normalrichtung erscheint, so wie der Perpendikel für die lesiv-c-tion ardinaire als Normalrichtung erscheint. Wir sehen demnach, daß die Richen!.g derrelraclion extraordüiaere auf eine ganz andere Weise bedingt sei), als di. Richtung derraii-nct-on onelinaire. Es ist daher sehr natürlich, daß die Richtung der rolrauticne ex-tl-eeo elinaii-s einem Z^.nz andern Gesetze unterliege, als die Richtung der vLÜ-emticm 01'-ckürairs.
Aus der Formel für die Richtung der rvlnaation extnaonckineeiro sieht man, daßbeym isländischen Spathe eine durchgehends senkrechte Beziehung, auf die Erystall-ape, iir der relraeläon extraoi-ckinaire besiehe.
Warum beh der rükraation extraorckinairs, am islandischen Spathe, gerade jenesoben ausgedrückte Gesetz statt finde, läßt sich eben so wenig erklären, als die Erscheinung,daß die allgemeine Gravitation, dem Quadrate der Entfernungen verkehrt proportional sey.Jenes Geheimniß werden wir nie entHullen, eben so wenig, als wir je werden erklärenkönnen, wie in einen, angenommenen Geiste eine angenommene Wahrnehmung, geradedieses und kein anderes Ideal hervorgebracht Habe. Dieß liegt in dem nicht zu ergrün-denden Vnchaltniste der Beziehungen, welche in irgend einer Reaccion zu gleicher Zeit aus-gesprochen werden sollen; es liegt in der uns unbekannten Natur und Wesenheit der Ac-tione» selbst. Die Erscheinungen beobachten und deren Gesetze abstrahiren; Analogieen inden Erscheinungen überhaupt, und in den Aeußerungen unseres Geistes auffinden; hierdurchdie Natur auf eine nicht ungeraumte Weise als ein homogenes Ganzes erblicken, dieß istAlles, was der Mensch vermag. Wir wollen mit kindlicher Unbefangenheit die Spracheder Natur vernehmen; wir wollen uns üben, sie richtig deuten zu lernen, (nicht sie zumeistern); aber wir maßen es uns nicht an, dasjenige das da spricht, ergründen zu wollen.
Aendern wir den letztlich betrachteten Fall dahin ab, daß die Brechungsebene, wederparallel noch senkrecht zur Crystallape liege, sondern schief zu derselben, so folgt aus unse-rer Theorie daß die r'Llrerotion exti-aonckinaire in jene Ebene fallen muffe, welche durchdie Richtung der vezfremtiein oickenairL, und durch die nxs cke rekrauii'un extraorckinairegezogen wird; daß also in diesem Falle die rslraetion extneeoickineeii-s außerhalb derBrechungSebene fallen müsse. Dicß stimmt mit dem Versuche von HuyghenS,Wollaston, Malus, völlig überein.
§. 24z. Es soll nun gezeigt werden, wie die Erscheinungen der Farben, desFarbenbildes am GlaSpriöma, und die übrigen sich hierauf beziehenden Phänomene, sich