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scheu beyden eine Reaction hervorzubringen; wenn ich feruers au.f keine Weise eine Be-wegung am leuchtenden Punkte oder an dem Zwischenmittel zwischen dem Punkte undmeinem Auge, habe wahrnehmen können, welche Bewegung mit dem Leuchten notwen-dig verbunden wäre; wenn sich dieses so verhält, so ist es wahrhaftig eine bloße Fiction,eine nicht hinreichende gegründete Hypothese, wenn wir einen, eigenen Lichtstoff, oder einegewisse Vibration eines aus keine Weise bemerkbaren Aethcrs, voraussetzen wollen.
Wir müssen Newton's Geiste huldigen, welcher von dergleichen Fictioncn ausgehend,so viele Erscheinungen der Optik auf eine so genügende Weise zu entwickeln vermochte,aber nichts desto weniger müssen wir trachten, dahin zu gelangen, allmahlig die Naturimmer reiner und reiner zu betrachten, d. h. die Erscheinungen so zu sehen, wie sie sichuns wirklich darstellen, und uns dem Ziele zu nahern, die Erscheinungen auf eine Weisezu erklären, wobey rvir bloß das annehmen, was wir wahrnehmen, nicht aber zu erkün-stelten Fictioncn unsere Zustucht nehmen. Wollten wir, durch die schönen Resultate ausNewton's Theorie der Lichterscheinungen geblendet, aus einem allzuhciligen Eifer für denseltenen Mann, uns nicht erkühnen die ersten Gründe dieser Lehre zu untersuchen, undzu versuchen, ob nicht auf eine andere Weise, die freyer von Hypothesen wäre, die Lichtcr-scheinungen sich erklaren ließen, so wäre Newton's Lehre uns mehr schädlich als nützlichgrworden; denn sie sollte uns ja zum Erforschen der Natur auffodern, und statt dessenhätte sie unserm Geiste, nur eine einseitige Richtung errheilt, welche ihn hindern müßte,die Natur in jener mannichfaltigen Fülle aufzufassen, wodurch allein eine lebendige An-sicht derselben in uns hervortreten kann.
Ich will hier zu jenem Versuche blos eine Veranlassung geben. Unvermögend inNewton's Fußstapfen zu treten, und eine umfassende ganz neu begründete Theorie desLichtes, wie er dieß auf eine so bewunderungswürdige Weise that, zu schaffen, schränkeich mich hier darauf ein, die Fundamentalgesetze der sogenannten Reflexion und Refracriondes Lichtes (Ausdrücke, die wir hier bloß als Metapher anwenden wollen) auf eine eigeneWeife zu erklären, wobey weder eine Lichtmaterie, noch gewisse Bewegungen angenomme»werden, sondern wobey das Leuchten bloß als eine uns durch ihre Erscheinung bekannteAction betrachtet wird, wobey wir aus der Art, wie diese Action vor sich geht, auf dieNatur des Typus zu dieser Action schließen, so wie wir aus der Biographie irgend einesberühmten Mannes, dessen Charakter uns hcrauszuheben bemühen. Zugleich trachten wir(aber stets mit der Vorsicht nicht in die vorgefaßten Ansichten der atomistischen Physikerzu verfallen) mathematische Ansichten, wo diese auf eine ungezwungene Weise sich ergeben,mit einzuslechtcn; eine Aufgabe, die freylich äußerst schwierig wird, indem hier der Rech-nungsansatz nicht nach schon bekannten Regeln der Mechanik consiruirt werden darf, son-dern man sich gezwungen sieht, bey jedem Schritte, den Calcul auf eine neue Weise, an-