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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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che weder darauf beruht, alle Erscheinungen aus einer bestehenden Materie, deren Existenzwir an sich doch nicht beweisen können, oder aus gewissen Schwingungen, Vibrationen,oder andern, ohne hinreichenden Grund crsonnenen Bewegungen, herzuleiten. Wir wollenvielmehr in unfern Erklärungen dahin streben, nichts annehmen zu müssen, von dessenExistenz wir nicht einen unmittelbaren Beweis ablegen können; wodurch frcylich die Na-turphilosophie weit abstracter werden muß, als wenn man allenthalben seine Zuflucht zueiner ersonnenen Materie oder Bewegung nimmt, und dann, aus eine sehr bequeme Weise,die Formeln der Mechanik auf den jedesmaligen Fall anwendet.

In der That laßt sich von der mathematisch - atomistischen Physik behaupten daßalle Theile derselben, mögen sie sich auch ans die heterogensten Erscheinungen beziehen,nichts Anderes seyen, als unveränderlich dieselbe Anwendung mechanischer Gesetze auf sol-che Fälle, die entweder als mechanische Erscheinungen unmittelbar auftreten (und hier er-scheint die Naturphilosophie aus einem Standpunkte von Evidenz, hier erreicht sie eineTiefe, wie bisher dieß in keiner Wissenschaft, ausser der reinen Mathematik auszuweisenist), oder denen man durch künstliche Fietionen, mechanische Erscheinungen unterschiebt;woraus man dann durch den Zauberstab der mathematischen Analyse zu den überraschend-sten Resultaten gelangt, die mit der Erfahrung auf eine oft wunderbare Weise überein-stimmen; wobey freylich nicht vergessen worden darf, wie künstlich die ersten Hypothesenunaufhörlich so zugeschnitten werden, daß dann daraus jede Erklärung folgt; leider aberauch oft bey den Haaren hergezogen wird. Als Beleg zu dieser letzten Behauptung magunter andern, die Methode dienen, wornach Biot in einem formelreichen Werke die Er-scheinungen der Lichtpolarität zu erklären sucht.

Wenn ein Körper durch Stoß oder irgend eine andere mechanische Veranlassungeinen Ton von sich gibt, welchen mein Ohr vernimmt, ohne mit dem Körper in unmittel-barer Berührung zu stehen, und wenn ich ferncrs mich überzeugt habe, daß dieser Tonmeinem Ohre nur dann mitgetheilt werde, wenn zwischen diesen und dem Körper, Luft,oder ein anderer materieller Stoff in ununterbrochenem Zusammenhange steht; wenn ichendlich erfahren habe, daß der Ton einer vibrirenden Saite, woran ich die Vibratio-nen durch Berührung mit dein Finger deutlich wahrnehmen kann, nach Maaßgabe die-ser Vibrationen sich ändert; so darf ich mit vieler Wahrscheinlichkeit, ja mit dem höch-sten Grade empirischer Evidenz schließen, der Ton sey die Wirkung einer Vibration,und ich darf kühn auf diese höchst wahrscheinliche Hypothese, die Regeln der Mechanikanwenden, und hieraus den mathematischen Thcil der Akustik entwickeln.

Wenn ich aber einen leuchtenden Punkt beobachte, und mich überzeugt habe, daß der-selbe auch im luftleeren Räume leuchte, daß es keiner ununterbrochenen wahrnehmbare!, mate-riellen Verbindung, zwischen dem leuchtenden Punkte und meinem Auge bedarf, um zwi-

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