§. 205. Es laßt sich »priori nicht behaupten, daß wir die unmittelbare Wir-kung der Wärmekrafc, das unmittelbare Calorifiziren, an dem durch die Wäc-mekraft (binnen einer Zeit t) instuenzirten Körper, wahrnehmen. Was wir an diesem Kör-per rücksichtlich der Wärmeaction bemerken können, ist bloß besten eigenes und mittheilen-des Volumifiziren, welches eben nicht mir dem unmittelbaren Calorisiziren proportionaländern, wohl aber (bey übrigens unveränderten Umstanden) eine Function von dein jedes-maligen Grade des unmittelbaren Calorisizirens seyn muß, da wir hier ein Gesetz der Con-tinuität nicht bezweifeln können. Auch berechtigen uns die Wärmeerscheinungen (die zu-nehmende Temperatur bey zunehmenden erwärmenden Mitteln) zu dem Schlüsse, daßdas mittheilende Volumifiziren des Körpers lVl gegen den Körper in ändere, wenndas unmittelbare Calorifizircn am Körper Hl ändert, und zwar, daß beyde fortwährend zu-gleich (obwohl nicht nothwendig einander proportional) zunehmen, daß also (bey unver-änderter Natur der Körper Hl, m) einerlei) Grad des mittheilenden Volumifizircns(einerley Temperatur), auf einerlei) Grad des unmittelbaren Calorisizirensschließen laste. Dieß ist größtentheils wohl auch vom eigenen Volumifiziren wahr,jedoch nicht durchgehend?; so besteht z. B. bcym Wasser, wenn « einen sehr kleine!, Werthhat, und wenn o das unmittelbare Calorisiziren des Wassers bey (z, z)° R. ausdrückt, füro -t- « und für o — «, einerley eigenes Volumifiziren — v.
§. 206. Wir dürfen ferncrs annehmen, daß das unmittelbare Calorisizirendem (dasselbe hervorbringenden) Momente der Warmekraft proportionalsey. Ich will den analogen Satz aus der Mechanik erweisen.
Das unmittelbare Motuisiziren einer Masse in ist die Bewcgungsquantität — inv.
Nun folgt aus der bekannten Formel, 6v2g. ckt (worin Z die Beschleunigung der
Schwere, die beschleunigende Kraft, und t die Zeit, binnen welcher die Masse in von
p influenzirt wurde, wodurch in die Endesgeschwindigkeit v erhielt) mv"2Z/pät — og(t) ckt — Lg . k (t) snach Lagrange Bezeichnung der ersten abgeleiteten Functions.In eben dem Sinne ist HIV sg/?ckt — 2Z / I" (t) ät — 2g? (y. Sind nunv und t, dann V und T zusammengehörige Werthe, von v, t, V, t, und ist I? (T)f (t), so ist Ni v -- 2 Zs (t) -- 2 g ? (T) — HI V.
Es mag daher die veränderliche Kraft p oder ? von der Zeit t wie immer abhängen,jene mag auf die beliebige Masse in oder -Kl wie immer lange wirken, so ist allemaldas unmittelbar hervorgebrachte Motuisiziren, dem Kraftmomente/p ckt oder/? ckt pro-portional, d. h. der Summe der Produkte aus den successivcn Krafnvcrthen in die Zeitele-mente, binnen welchen jene Kraftwerthe bestanden.
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