,9,1
Falle ist der Typus zur Wärmeaction auf einen gewissen Grad gestimmt, im zweytcn Falleist es der TypuS zur Bewegungsaction. Wir wellen uns hier folgendermaßen ausdrücken:Im ersten Falle ealorifizirt der Körper auf eine bestimmte Weise; im zweyien Fallemotuifizirt (von motus) er auf eine bestimmte Weise.
§. 199. Der Körper caloristzirt subjectiv oder objcctiv, je nachdem sein Wär-mezustand seinen Volumen - und Aggregatzustand bestimmt, oder den Volu-men-und Ag g re g atz u sta nd in einem andern Korper ändert; eben so motuisi-zirt der Körper subjectiv oder objcctiv, je nachdem er sich bloß fortbewegt, oder einen an-dern Körper zur Bewegung stimmt, (z. B. im Stoße)
H. 200. Der einmal bestehende Zustand, von welch immer einer Art, erhalt sichunverändert in alle Ewigkeiten fort, wenn nicht eine veranlassende Ursache zu einer Zusiands-veränderung hinzutritt; jene Ursache nennen wir eine Kraft, deren Natur und Wesenheitwir nie zu ergründen vermögen, sondern an der wir bloß das Quantitative aus ihrenWirkungen zu bestimmen uns bestreben. Das Gesetz der Trägheit findet statt fürjeden Zustand, worinne sich ein Körper befindet.
Jedes Zu- oder Abnehmen des Calorificirens am Körper, ist einer positiv oder negativwirkenden Wärmekraft zuzuschreiben; eben so wie jedes Zu- oder Abnehmen des Mo-tuistzirenS am Körper, einer positiv oder negativ wirkenden mechanischen Kraft zuzu-schreiben ist. Ein Körper würde daher nie auskühlen oder wärmer werden, wenn er sichbloß selbst überlassen bliebe; wenn er nicht mit andern Körpern in calorisicirende Wechsel-wirkung treten möchte; in der Sprache der Atomistiker, wenn er mit vollkommen schlech-ten Leitern umgeben wäre), eben so wie ein Körper nie eine Acndcrung in seiner Bewe-gung erleiden möchte, wenn er bcy der Reibung, beym Stoße u. s. w., durch mechanischeKräfte nicht insluenziert würde.
§. 201. Wir wollen den absoluten Nullpunkt des Calorifizircns, jenen Zustand nen-nen, wo des Körpers Ealorisiziren ^ 0 ist, ein idealer Zustand, den nur der Calkulbestimmen könnte, nicht die Erfahrung. Der absolute Nullpunkt des Mom fizirens ist derStillstand, ein Zustand den wir auch nicht aus Erfahrung kennen, sondern der nur ioealist; denn, der für uns stille stehende Punkt, z. B. ein Fipstern, ist vielleicht ein sich imRäume, mit allen übrigen Kirsternen bewegender Punkt, der aber gegen die übrigen Fir-stern e fortwährend einerley Lage behauptet.
§. 202. Bettuch rn wir an der Wärmeaction bloß deren Aeußerung, als ein dasVolumen bestimmendes, und nennen dre Wärmeaction in dieser einseitigen Rücksicht (murrwelcher alirin si. dem Calkul unterworfen werden kann, so wie die Bewcgungsacckon, nurals Raumdurchlaufung dem Calkul unterliegt, nicht aber als ein auf ein organischesWesen Einwirkendes, z B. als das eine Conrusion, die in Eyterung übergeht, Bewir-