»39
ford's und Lavoisier's Versuchen übereinstimmend. Aus diesem großen Wcrthe vonx ist es deutlich, daß die Wärme, die nöthig ist, eine tropfbare Flüssigkeit in eine ela-stische zu verwandeln, nur ein geringer Theil des Ganzen fey. Die großen Unterschiedei lvoo und 4150 lasten steh nur durch eine Veränderung der Capacität mit der Tempe-ratur erklären.
Die Wärme, die durchs Reiben und durch den Stoß frei) wird, wird es nur durch diedamit verbundene Verdichtung; denn einmal gehämmertes Eisen entbindet keine Warmemehr, außer es wird wieder geglüht, wobei) es sich ausdehnt, und wieder Warme auf-nimmt.
Flüssigkeiten leiten chie Warme einmal wie die festen Körper durch ein siufenwciseSFortschreiten derselben von Theilchen zu Theilchen, dann aber und zwar vielmehr durch dieBewegung der Theilchen. Durch leeren Raum und durch elastische Flüssigkeiten pflanztsich aber der Warmestoff auch noch durch Strahlimg fort. Durch sie erhalten wir dieWärme der Sonne und eines gewöhnlichen Feuers.
Dalto ii nimmt mit Hcrschel an, man muffe Licht und Wärmestrahlen der Sonne unter-scheiden. Die strahlende Wärme glühender Körper oder erwärmter, kann sehr gut reflec-tirt nicht leicht aber gebrochen werden, weil sie »licht stark genug ist, die durchsichtigenKörper zu durchdringen.
Die gewöhnliche Theorie der Abnahme der Warme der Lust nach oben, ist: daß dieLuft unmittelbar durch die Sonnenstrahlen nicht erwärmt wird, und daß sie ihre Wärmebloß durch erwärmte Erdoberfläche erhält. Diese Theorie ist nach Dalton in ihrem letz-ten Thcile falsch; denn da die Luft eine Flüssigkeit ist, so würde sich die von der Erdober-flache erwärmte Lust erheben, und es würde gerade das Gegenthcil der Erfahrung hierausfolgen. Dalton erklärt die Wärmeabnahme aus folgendem Princip: Das natürlicheGleichgewicht des Warmestosss in der Atmosphäre tritt dann ein, wenn jedes Atom Luftin derselben senkrechten Säule, mit demselben Quantum Wärmcstoff begabt ist; und folg-lich findet das natürliche Gleichgewicht des Wärmestoffs in einer Atmosphäre dann statt,wenn die Temperatur, so wie man höher steigt, nach und nach abnimmt. Denn mitder Verdünnung der Luft nimmt ihre Capacität zu, ist demnach die Menge der Wärmeein bestimmtes Quantum, so muß die Temperatur durch die Dichte bestimmt werden.
§. 195. Oerstedt's Theorie der Wärme bezieht sich wesentlich hieraus: Die Warmerührt keinesweges von einem Stoffe her, welcher aus einem Körper in den andern über-geht. Wärme entsteht dann, wenn ein Körper gezwungen wird, mehr Elektrizität zu lei-ten, als er frcy würde geleitet haben. Es entsteht dadurch eilt Zustand, wo das Gleich-gewicht der Kräfte in jeden; Punkte des Körpers gestört ist, aber so, daß es zu keiner