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Erwägen wir die subjective Aeußerung der Wärmeaction am Anorgischen und Orga-nischen, so läßt sich hierüber folgende Betrachtung anstellen:
Durch erhöhte subjective Wärmeaction am Anorgischen, entsteht eine erhöhte Räum-lichkeit (der Körper dehnt sich aus); hingegen hat eine vermehrte subjective Wärmeactionam Organischen, eine vermehrte Darstellung von Lebensbildern zur Folge (die Lebensbilderfolgen einander schneller nach, folglich ist für eine bestimmte Dauer die Anzahl von auf-einander gefolgten Lebensbildern beträchtlicher). Dort nimmt aber das Intensive der Ac-tion ab, indem das Extensive derselben zunimmt (das ausgedehntere Flüssige und Dunst-förmige, ist in seiner Form unbestimmter, als das Feste, welches letztere in bestimmtenCrystallen anschießt, und hiedurch in seiner raumlichen Aetion einen Grad von Selbstbe-stimmung äußert). Hier hingegen (am Organischen) nimmt das Extensive und Intensivein der vitalen Action zu gleicher Zeit zu (die Succession von Lebensbildern geht nicht bloßrascher vor sich, sendern diese Lebensbilder sind, jedes für sich betrachtet, in» Ganzen undin den einzelnen Theilen vollkommener ausgebildet).
Hier zeigt sich abermals, wie in unzähligen andern Fallen, der höhere Standpunktdes Organischen gegen dem Anorgischen betrachtet, und wir finden eine Analogie jener Er-scheinungen auch an den Erscheinungen des geistigen Lebens.
Das mit unvollkommnern Geistesfähigkeiten ausgestattete Wesen vermag nur einzelne,durch einen engen Gesichtskreis beschränkte Gegenstände mit Klarheit zu durchschauen, unddiese verliert sich allmählig, wird wohl endlich zu einem verworrenen Chaos, wie sich derGegenstand der Wahrnehmung extendirt. Nicht so am höhern Geiste; hier gewinnen dieAnsichten an Klarheit und Präcision, wie sich die Ansicht erweitert; Einseitigkeit ist hier einHinderniß für den tiefen» Blick in das Einzelne; Vielseitigkeit, weit entfernt, Verworren-heit hervorzubringen, dient hier vielmehr dazu, die Verhältnisse des Vielfachen zu erwägen,und jedes Einzelne nach allen Seiten zu berücksichtigen; das tiefere Eindringen in dasEinzelne bezieht sich dann nicht bloß auf die Tiefe nach einer Dimension, sondern nachallen Dimensionen, deren es wahrhaftig mehr als drey gibt, da sich ja, auch selbstder materiellste Gegenstand, in noch hunderterlei) Rücksichten betrachten läßt, die sich nichtauf Geometrie zurückführen lassen.
§. »87. Wird eine tropfbare Flüssigkeit, bey einem ein für allemal angenommenenconstanten Barometerstands, auf den gehörigen Grad erhitzt, so übergeht jene Flüssigkeitin den dunstformigen Zustand. So z. B. erhält man bey einen» Barometerstande von30 englischen Zollen, aus einem Kubikfuße Wasser, 1700 Kubikfuß Wasserdampf ivonloa Grad Reaumur Centesimalscale. Wird diese dunstförmige Flüssigkeit genugsam abge-kühlt, so erhält man wieder die ursprüngliche Quantität tropfbare Flüssigkeit; z. B. ausden »700 Kubikfußen Wasserdampfeö von »00 Graden wird wieder 1 Kubikfuß Wasser.