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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
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möglich. Die meisten chemischen Verbindungen sind von dieser Art. So weit kam Ver-thollet, als es dem damaligen Zustande der Chemie nach (1802) möglich war.

Proust machte genaue Versuche über die Oxyde der Meralle, ihre Verbindungen mitSchwefel und mit Sauren. Er widerlegte das von Berthollet aufgestellte Gesetz, wel-chen? nach, zwischen Oxydationsstufen in Niniino und lVInxiin» gib' andern möglich wären,eben so dasselbe Gesetz für die Verbindungen der Metalle mic Schwefel. Nach Proustsmd zwischen diesen Körpern nur gewisse Verbindungsverhältnisse möglich, bey einigen nureines, bey andern mehrere, und der Ucbergang geschieht sprungweise. Nach Proust gibtes also Verbindungen nach festen Proportionen und Zergehungen oder Vereinigungen die-ser Verbindungen, und diese kommen in allen Verhältnissen vor.

Gilbert will aber unter Verbindungen im engen Sinne Vereinigungen nach wenigenfesten Mischungsverhältnissen, und tinter Z <-gehungen Vereinigungen nach progressivenunmerklichen in einander übergehenden Verhältnissen, mehrmals innerhalb bestimmter Grän-zen verstanden haben; weil diese unlaugbar in der Chemie auch vorkommen ").

Richters Stöchiometrie erschien zu Breslau 1792; hier bemüht er sich die festenMischungsverhältnisse oder die Neutralitäts - Gesetze zwischen Sauren und Basen zu fin-den. Er bildet Reihen, die die Menge der verschiedenen Basen enthalten, die zur Sät-tigung einer bestimmten Menge einer Säure uöthig sind, und findet, daß das Verhält-niß derselben Glieder in zwey Reihen, nämlich für 2 Säuren, constant sey, z. B. um1000 Thcile Schwefelsäure zu sättigen wären a Theile Kali, und um 1000 Theile Salz-säure zu sättigen, k> Theile nöthig; ferner wären zur Sättigung von 1000 TheilenSchwefelsäure e Theile Natron nörhig, und 6 Theile Natron zur Sättigung von 1000Theilen Salzsäure, so ist a : b 0 : cl. Dasselbe muß auch von den Massenrcihender Säuren für die Basen gelten, welche sich aus jenen durch Rechnung finden lassen.Richter führt hiefür den Beweis durch Zerlegung, durch doppelte Wahlverwandrjchaft an.Er fand nämlich, daß, wenn die beyden Salze, welche sich durch doppelte Wahlverwandt-schast zersetzen, zuvor neutral waren, sie auch nach dem Wechsel ihrer Bestand-chriie wie-der neutrale Verbindungen bildeten. Diese Gesetze sind durch die neuesten Versuche desBcrzelius bestättigr worden.

Berzelius hat dargethan, daß Metalle, welche mehrere Oxydationsstufen haben,jn der zweyten Stufe der Oxydation genau entweder i^mal oder mnal soviel Sauerstoff,als in der ersten Stufe der Oxydirung, aufnehmen. Dasselbe gilt für die verschiedenen

O Gilberts Annalcn. 181:.Gilberts Annalcn. 1810. 7.