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Diese Erscheinung spricht sehr gegen Dalton's Atomenlehre, und scheint mir weitübereinstimmender mit meinen Ansichten von der Umstimmung der Typen.
Läge der Grund der chemischen Verbindungen nach bestimmten quantitativen Verhält-nissen, in bestimmten Größen und Figuren der Atome, so wären die chemischen Mischungs-verhältnisse mathematischen Gesetzen unterworfen, welche in keinem Falle eineAusnahme leiden könnten; e6 müßten demnach dieselben Gesetze, als allgemeine Natur-nothwcndigkeit eben so am Organischen, als am Anorganischen bestehen so wie der orga-nische Körper im freyen Falle ganz derselben beschleunigten Bewegung unterliegt, als derStein.
Betrachten wir aber die chemischen Verbindungen, als die Aeußerungen einer jedes-maligen Harmonie unter den umstimmten Typen, so sehen wir hier nichts Widersprechen-des. Wir begreifen, daß, wenn die Umstimmung der Typen bloß der Wechselwirkungzwcycr Amhcile von anorganischer Materie zugeschrieben werden darf, daß in diesem Fallenur bey bestimmten Massenverhältnissen, die beyderseitige Umstimmung der Typen dahingelangen werde, daß irgend eine Harmonie unter den umstimmten Typen, statt finden könne.Wird hingegen die Umstimmung der Typen nicht bloß der Wechselwirkung zweycr materi-eller Antheile unter einander überlassen, sondern durch Mitwirkung eines fremden AgenSnach einem Analogon von Spontaneität modisicirt (wie z. B. durch die Lebenskraft amlebenden Individuo), so ist es sehr begreiflich, wie bey allen erdenklichen Massenvcrhält-nissen, die Umstimmung der. Typen in bcyden Massen dergestalt modisicirt werden könne,daß die umstimmten Typen dergestalt Harmoniren, daß sie als ein chemischer Accord er-scheinen, d. h. daß die Massen chemische Verbindungen darstellen. Ein Beyspiel, dasdem hier Gesagten analog ist, soll dieses erläutern.
Man betrachte das schon mehrmalen erwähnte Phänomen des centralen Stoßes zwcyerKörper, die vor dem Stoße beliebige Geschwindigkeiten haben; man setze ferner die Har-monie der Bewegung nach dem Stoße darein, daß bestimmte DeschwindigkeitSverhältnissenach dem Stoße bestehen. Nun ist kein Zweifel, daß diese bestimmten Geschwindigkeits-verhältnisse, folglich die Bewegungsharmonie nach dem Stoße, nur bey gewissen Verhält-nissen der Massen statt finden werden, wenn die Massen sich selbst überlassen sind.Ganz anders verhält es sich aber in dem Falle, wo diese Massen nicht allein sich selbstüberlassen würden, sondern wo ihre Geschwindigkeiten durch Einwirken irgend eines ver-nünftigen Wesens modisicirt würden; hier könnte eine BcwcgungSharmonie nach dem Stoßebey jedem nur erdenklichen Verhältnisse der stoßenden Massen statt finden. So könnte z.B. durch Nachhelfen mit den Fingern die beyderseitige Geschwindigkeit der stoßendenMassen, für irgend eine BewcgungSharmonie modisicirt werden.