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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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auch noch so sehr mit einander harmsnirendcn Gemüthern gewisse Saiten geben, wel-che immer in der grellsten Dissonanz gegen einander verstimmt bleiben, und welche,auf irgend eine Weise zu der Aeußerung ihrer Dissonanz gebracht, eine Disharmonie inallen übrigen Gcmüthsäußerungen nach sich ziehen. Und so entsteht denn oft gegen alleErwartung eine vollkommene Trennung zweyer für einander geschaffener Wesen. Isolier,in sich verschlossen, blos im dumpfen Bewußtseyn der eigenen Existenz, irrt dann Jedesfür sich umher; und Alles sie Umgebende, das sie ehedem mit unbeschreiblicher Wonne er-füllte, ist ihnen nun bloß mehr eine todte Einöde.

§. 166. Seit Lav visier hat man, auf eine sehr conseguentc Weise, nicht mehrvon an sich einfachen, unzersetzbaren Stoffen gesprochen, sondern alle Stoffe als zersetzteoder noch nicht zersetzte Stoffe erklärt. Unsern weiter oben aus einander gesetzten Ansichtender chemischen Erscheinungen gemäß, lassen sich die sogenannten chemisch zersetzten Körper,als solche erklären, bey denen das Part ialc in der aus der Umstimmung der Typenerfolgten Harmonie in der chemischen Action, fac tisch erwiesen worden ist; hingegen wärendie sogenannten unzersetzten Körper als solche zu betrachten, bey denen das Partiale inder aus der Umstimmung der Typen erfolgten Harmonie in der chemischen Actlon noch nichtfaetisch erwiesen worden ist. So wissen wir z. B. seit Kurzein, daß die Harmonie inden chemischen Actionen, welche das Kalium und das Oxygen nach jener Umstimmung derTypen, welche zur Darstellung des Kali erfodert wird, ausüben, daß jene Harmonie nurpartial sey, d. h. daß sie sich nicht in allen Fällen bestätige; denn, setzt man das Kalidem galvanischen Einflüsse aus, so erscheint jene Disharmonie in der elektrischen Action,welche eine Disharmonie in allen übrigen Actionen mit sich führt, wodurch das Kaliumund Oxygen, wegen der Disharmonie in ihrer chemischen Action, als zwey verschiedeneStoffe erscheinen» Hingegen konnten wir das Oxygen bisher noch nicht in jenen Zustandversetzen, in welchem eine Disharmonie in den Actionen jener Stoffe merklich gewordenwäre, welche Actionen jener Umstimmung von Typen entsprechen möchten, die vor sich gehenmußten, um das Oxygen zu bilden.

§. 167» In der unorganischen Natur lassen sich alle chemischen Zusammensetzungenauf binäre Verbindungen reduciren, an welchen zwischen den sie constituirendeu chemischenElementen bestimmte Mischungsverhaltnisse statt finden. Hingegen sind die Producte derorganijchen Natur aus mehr denn zwey Elementen, gewöhnlich aus drey oder vier, biswei-len auch aus mehrern zusammengesetzt, welche beynahe in allen Verhältnissen sich vereini-gen zu können scheinen ").

O Bcrzelius Versuch eines rein chemischen Mineralsystems, ans dem schwedischen übersetzt von Pfaff.