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stcn Uebcrzeugung, daß eine solche, nicht blos atomistische Ansicht der Natur einen weitHarmonischern gleichförmigem Ueberblick bey dem Streben, die Natur auö ihren Erschei-nungen richtig zu deuten gewähre, als die bloß atomistischen Ansichten, welche zwar bey derbloßen Betrachtung des Mechanismus, aus die einfachste Weise zu den epactesten Resul-taten des Calculs fuhren, dabey aber unfern Forschungen in den mystischem Actionen derNatur, als ganz vorzüglich in jenen der Vitalität, lastige Schranken sehen.
Wir konnten bey der ersten Mittheilung unserer Ansichten, dieselben gleichsam nurnach ihren Hauptzügen entwerfen, da notwendiger Weise Verworrenheit und eine Unter-brechung, im Gange der Hauptideen hätte entstehen müssen, wenn wir uns zugleich aufdetaillirrerc Rücksichten eingelassen hätten. Es soll demnach hier noch einiges zur liefern Er-gründung unserer Theorie nachgetragen werden.
Die chemische Actio» eines Körpers, ist nicht so einfach als dessen mechanische Actio»,welche letztere sich bloß aus Bewegung oder Streben nach Bewegung bezieht, deren ersteresich durch Raum und Zeit, letztere durch die Größe eines Druckes messen laßt. Diechemische Actio» eines Körpers ist der Inbegriff einer Menge von Actionen, nämlich allerjener Actione», die sich bey einerlei) Körper ergeben, so wie er nach und nach in verschie-dene Umstände versetzt wird. So bezieht sich z. B. die chemische Action des Wassersauf Folgendes: bey der jedesmaligen Temperatur hat es dieses oder jenes spccisische Gewicht,diesen oder jenen crysiallinischen oder tropfbarflüssigen oder dunstförmigen Zustand; dieseoder jene Farbe und äußeres Ansehen überhaupt; diesen oder jenen Geschmack, Geruchu. s. w.; es äußert sich bey der jedesmaligen Temperatur gegen diesen oder jenen Körperso oder so (löst z. B« an Natron auf so viel, an Glaubersalz so viel u. s. w). Feener:in diesen oder jenen Grad der elektrischen Spannung versetzt, äußert es sich, rücksichtlichseines Aggregatzustandes, so oder so; auf andere Körper einwirkend, so oder so; u. s. w.Und so ließe sich das Wasser, in unendlich viele Umstände versetzt, ins Unendliche fortbetrachten.
Wir sehen hieraus, daß es unmöglich sey, die chemische Action im strengsten Sinnedes Wortes genommen, von irgend einem Körper zu kennen; da es unmöglich ist, dessenVerhalten in allen nur erdenklichen Umstanden geprüft zu haben. Denn in welche Um-stände ließe sich nicht noch ein Körper versetzen, welche wir nicht einmal ahnden, so wievor nicht gar langer Zeit, Niemand eine auch nur dunkle Idee davon hatte, daß maneinen Körper in den Zustand der galvanischen Einwirkung versetzen könne.
Wir vermögen nur zur Kcnnnüß der partialen chemischen Action eines Körperszu gelangen, nämlich zur Kcnntniß des Inbegriffes seines Verhaltens in einigen Umstan-den. Wir wollen aber unter dem Ausdrucke: ch c m ische Action eines Kö r p e r s, nichtbesten chemische Actio» im strengsten Sinne verstehen, sondern dessen partiale chemische Ac-