I4Z
^Versuche über, durch chemische Wechselwirkung hervorgebrachte chemische Harmonie umcr12/ und 51', beweisen, daß bey Veränderung der Masse 51', unter übrigens gleich beibehal-tenen Umständen, die Masse in' mit jener 51' proportional ändern müsse, um stetscinerley chemische Harmonie 5s zu erhalten. Geben z. B. m' Theilc Oxygen mit 51'Theile eines Metalls, dessen Protoxyd, so geben immer nur am' Thcile Oxygen mita5I' Theilen jenes Metalls dasselbe Protoxyd "). Es muß daher aus der Natur derchemischen Wechselwirkung die Gleichung IV von der Art seyn, daß sie mit der GleichungII combinirt, auf folgende Gleichung führe:
VII). m ^ ?(51',V,<IHss) 5I'.^(5l',e',ch).
Wir dürfen daher annehmen, es könne die Gleichung IV von folgender Form seyn:51'O'" chin'E" — 51' V" -s- 11/ v'"; denn dann folgt aus dieser und der Gleichung II, fol-gende Gleichung:
(51'L'-I-in'H" 5I'O'"-s-m'e'" ^
— ^ ——— und, da hrer na dem 51 proportional erscheint,
51'"
hieraus: na' — 51'. (51', C, 0'). Ist der Zustand der Massen 51'und na', von der Art,daß Ii — 1 ist, so erhält man für die chemische Harmonie na' —na'; also besteht chemi-sche Verbindung bey jedem Mischungsverhältnisse na': 51'. Ist hingegen la gleich einer Zahl,die von 1 verschieden ist, so erhält man na' — 51'. a/> (51', O', c/); dann besteht also che-mische Verbindung bey den Mischungsverhältnissen a: a/, (51', (?, o'), ferner a :a/,/51 'z E'z ch.)
ferner 1 :a//^51',O',v'^, ferner u. s. w., worin 51', 51',51'..... jene chemischen Harmonien
ausdrücken, welche in den auf einander folgenden Mischungsverhältnissen statt finden. So
bestünden z. B. bey obigen Mischungsverhältnissen, jene Harmonien 51', 51',51' zwischen den
2 z
chemischen Actione» des Oxygens und des Metalls, durch welche Harmonien sich das Pro-toxyd, das Deuteroxyd u. f. w. unfern Sinnen darstellen^.
§. 165. Wir haben die chemischen Erscheinungen aus einem neuen Gesichtspunkteaufgefaßt, indem wir bey demselben nicht ein materielles, durch eigene Anziehung erfolgtesAn- und Nebeneinanderreihen der kleinsten Thcilchen von verschiedenen Stoffen angenom-men haben, welche Stoffe an ihrer Natur durch diese Verbindung nichts ändern sollten,so daß eine chemische Verbindung eigentlich eine sehr innige, nur auf gewisse Art angeord-nete, mechanische Verbindung, wäre. Mir haben vielmehr getrachtet, die chemischen Er-scheinungen, eben so aus einer Umstimmuug von Typen zu erklären, wie im Verfolge dieserSchrift dte Erscheinungen der Natur wir überhaupt zu erklären bemuht sind, in der voll-
*) Richters Scöchionietne I.