Druckschrift 
Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
Seite
135
Einzelbild herunterladen
 

lich die orydirte Salzsäure ihren überschüssigen Orygcn an das Iodüberorvd abgegeben,wodurch selbiges (höher orydirc) in übcrorydirte Iodsäure verwandele worden.

H. eb'i. H. Davy un'.saßc mir dem Begriffe der Verbrennung jede bey Mischern-gen erfolgende Erhitzung. Als Charakter der empyrcischen Substanzen stellt Davy aufdas Angezogcnwcrden vom positiven Pole. Dahin wird gezahlt, Sauerstoffgas med Chlo-riere. Unzersetzte säeeerbare nicht metallische Substanzen werden vom negativen Pole ange-zogen, und sind auch in ihren chemischen Kräften dein Sauerstoffe und der Chlorine ent-gegengesetzt; hiehcr werden gezahlt: i) WafferstoffgaS; 2) Stickstoff: A) Schwcftl; 4)Phosphor; (Phosphor mit Chlorine in zweycrlcy Verhältnissen gebt PhoSphorane undPhosphorsaurc). 5) Kohlenstoff; (dieser unschmelzbar, auch beynr heftigsten Glühen durchVoltaische Batterie). 6) Borium (die von Gay-Lussac und Thenard entdeckte Bore, diesauerfahige Grundlage der Boraxsäure). Alle brennbare Stoffe sollen Wasserstoff enthalten.

§. 162. Folgende Ansichten Seestedts verdienen hier noch erwähnt zu werden; dieeinfachen Stoffe machen nur eine Reihe aus, die man überhaupt Reihe der Metalle nen-nen kann, worin das Sxygen (als das Unverbrennliche) am einen Ende, das Hydrogcn(als das Verbrennlichste) am andern Ende steht. Alle diese Körper sind noch unzcrlegt;verbinden steh, au her Schwefel und Phosphor, nicht mit verbrannten Körpern, wohl aberuntereinander. Hieraus folgt die Reihe der verbrannten Körper, welche im Ganzen ge-nommen schwerer schmelzen, als die vorigen, mehr Durchsichtigkeit und weniger Ductili-tät haben. So wie in der vorigen Reihe Verbrennlichkeit und Verbrennung durchgrei-fende Eigenschaften sind, so gehören dieser Reihe Alkalität und Aeidität an. Durch dieVerbindung der Säuren mit den alkalischen Körpern in weitester Bedeutung entsteht diedritte Reihe der Salze. Die beyden chemischen Kräfte, welche sich in der Srydabilitätund Oxydation zeigen, nennt Seestedt Brennkraft und Zündkraft, die Aeidität ist Erschei-nung der Zimdkraft, die Alkalitat die Erscheinung der Brennkraft, beyde unter der Formder Verbranntheit. Extensität der Alkalität und Aeidität, und Intensität derselben; jeneberuht aus der Menge der Stoffe, welche sie sättigen, diese aus der Leichtigkeit, womit siesich verbinden. Die Brennkraft des Radikals ist der Sattigungscapacität der Säu-ren mit der Menge des Brennbaren. Beyde Kräfte sind für sich expansiv, sobald sieaber in Verbindung treten contractiv. In jedem Körper sind Brennkraft und Zündkraftvereinigt, doch so, daß entweder die eine od ex die andere das Ucbergcwicht hat, daher fürdie chemische Verbindung eigentlich eine doppelte Verbindung, der Zündkraft in jedemKörper mit der Brennkraft in dem andern statt findet. Nach Seestedt zeigen sich in denelektrischen, und zwar zuerst in den galvanischen Erscheinungen, besonders an der SäuleBrennkraft und Zündkraft. Ein zersctzbarer Körper, z. B. Wasser, befindet sich hierzwischen zwei) Metallen, welche durch Oxydirbarkeit sehr verschieden sind, und daher aus