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Betrachten wir die Kraft 6, welche das Thier auf den Angriffspunkt auszuüben vcr-mag, als das Maaß für die Intensität; und die Geschwindigkeit v, womit die Thier-krafc den Angriffspunkt verfolgt, als das Maaß für das Extensive der willkührlichcnmechanischen Action; so sehen wir, daß die willkührliche mechanische Aetion des Thiercsintensiv abnehme, wenn sie extensiv zunimmt, und umgekehrt. Ein ähnliches Gesetz laßtsich an der unwillkührlichen mechanischen Action, ja selbst an der ganzen inncrn LebenSac-tion organisirter Körper wahrnehmen. So treibt ein Baum um so kräftigere Aeste undFrüchte, je weniger man ihm die Extension in die Aeste gestattet. So verliert in der Rc-production der Gegenstand derselben, durch künstlich erhöhte Quantität an seiner Qualität,d. h. bey einer vermehrten Hervorbringung erscheint am Hervorgebrachten eine geringereEnergie in der bildenden Action, wodurch dicß Hervorgebrachte entstanden ist; z. B. dieKälber sind schwächlich, ohne Muth und innerer Lebenskraft, wenn dem Stiere zu vielKühe zugetheilc werden. Kurz, so wie jedes Thier ein bestimmtes Maximum des mecha-
nischen Momentes hat (in der Mechanik wird dieses gewöhnlich — —angenommen), so
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kömmt überhaupt jedem organisirten Wesen ein Maximum des organischen Momentes zu,welches sich gleichfalls als das Product aus der Intensität in die zugehörige Extensität derorganischen Action betrachten läßt.
Allein, werden wir dicß je einem Ealcul unterwerfen können? Vermuthlich eben soweitig, als es uns je möglich seyn wird, die intellcctuellen Geisteskräfte zweyer Menschengegen einander zu vergleichen, ob man gleich hierüber oft sehr schnell aburtheilt.
§. 142. Wir wollen nun ausschließlich die unwillkührliche Acußerung des Mecha-nismus am Thiere betrachten.
§. 14z. Der Blutumlauf beym Menschen, bey den Säugethieren überhaupt und denVögeln, bezieht sich wesentlich auf Folgendes: Das Blut bewegt sich von den Lungen-aeterien zu den Luugenvencn, von diesen durch die linke Vorkammer des Herzens, und denlinken Herzventrikel zur Aorta und zu deren Zweigen; ferners von hier aus zu den stimm-lichen Zweigen der Hohlvene und zur Hohlvene selbst; dann weiters durch die rechte Vor-kammer des Herzens, und durch die Kammer wieder in die Lungenartericn. Anders gehtder Blutumlauf bey den Embryonen dieser Thiere vor sich. Der FoetuS durchlauft meh-rere Vcrwandlungsstufen, die sich vorzüglich im Gefäßsysteme ausdrücken. Der Kreis, dendas Blut desselben beschreibt, liegt zum Theil außerhalb seinem Körper. Das Blut gehttheils aus der Aorta durch die Nabelarteeie bey den Säugthieren zum Mutterkuchen, beyden Vögeln zum Chorion, und kehrt durch die Nabelvene zur Hohladcr zurück; chcils stießtes durch die Gerrösarterie zun: Nabelbläschen der Säugethiere, oder zur Dotterhaut derVögel, und nimmc durch die Dotterveue den Rückweg zur Pfortader, Das aus diesen