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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
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Diese Gesetze finden nicht blos statt, rückstchtlich der Bewegungen der Planeten umdie Sonne, sondern bestehen auch an den Bewegungen der Trabanten um ihre Planeten;wobey man den Planeten eben so als Centralpnnkt der Bewegung betrachtet, wie dießoben rückstchtlich der Sonne geschah.

§. 115. Newton, der die Gabe besaß, wie diese vielleicht nie einem Menschen zuTheile geworden war, die unbegreiflichsten Erscheinungen durch sinnreiche Theorien, die da6Gepräge einer majestätischen Einfachheit mit sich führen, zu erkläre», und hieraus mittelstmathematischer Kunstgriffe, auf eine erstaunuugöwerthe Weise, bis in das Innerste derNatur zu dringen, lind ihre verborgensten geheimsten Gefetze, in dem hellsten Lichte dar-zustellen; Newton, dieser große unnachahmliche Forscher in dem Reiche der Ideen undder Wirklichkeit, combinirte die ebenerwähnten Gefetze Keplers mit jenen Gesetzen, welchecr über die Bewegung eines Punktes gegen einen andern anziehenden Punkt a prioriaufgestellt hatte (Siehe den vorhergehenden Artikel, Mechanismus an einem Sy-steme von Punkten übe Haupt), und schloß aus dem zweytcn der obenangeführten Ge-setze, auf das Daseyn einer Centralkraft in der Sonne gegen die Planeten; ferners ausdem ersten und dritten dieser Gesetze auf das Gesetz dieser der Sonne zukommenden Cen-tralkraft. Er bestimmte nämlich dieses Gesetz dahin, daß die beschleunigende Kraft dieserCentralkraft, d. h. die auf die Einheit der angezogenen Masse ausfallende Kraft, demQuadrate der Entfernung verkehrt proportional sey.

Nach dieser großen Entdeckung konnte es einem Newton wohl nicht mehr entgehen,zu vermuthen, daß dieses Gesetz nicht nur zwischen der Sonne und den Planeten, so wiezwischen dem jedesmaligen Planeten und seinen Trabanten, sondern unter allen Himmels-körpern statt finde; und, daß die Erscheinungen der Schwere an der Oberfläche unseresPlaneten nichts anderm zugeschrieben werden könnten, als jener allgemeinen Gravitation,welche, durch die ganze Schöpfung verbreitet, alle Materie, selbst die von einander ent-fernteste, in dynamischer Wechselwirkung erhalt.

Die Richtigkeit dieser Vcrmuthung bewies Newton durch die überraschendsten Uebcr-einstimmnngen mit den Phänomenen der Schwere, und jenen der wechselseitigen Pertur-bationen an den Himmelskörpern.

Alle über diesen Gegenstand seither gemachten Untersuchungen, alle unsere seit diesergroßen Epoche in der physischen Astronomie, als dem eigentlich philosophischen Theile derAstronomie, durch die feinsten Kunstgriffe des Calculs aufgefundenen Gesetze, und die je-desmaligen Verglcichungen derselben mit der Wirklichkeit, bestätigen die Evidenz und diehohe Wichtigkeit des Gesetzes der Gravitation immer mehr und mehr, und müssen alseine Huldigung betrachtet werden, die man nicht aufhören kann, dem großen Erfinder die-ses Gesetzes zu leisten.