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m jeder durch irgend ein Element dieser centrischen Linie senkrecht gelegten Ebene, in allenPunkten dieser Ebene innerhalb des Gefäßes eine Bewegung der Theile der Flüssigkeit,in senkrechter Richtung aus dieser Ebene; 2.) besieht in dieser ganzen Ebene eine durch-aus gleich große Geschwindigkeit, in allen Thcilen einer und derselben Ebene.
Daniel Bernoulli hat bey seinem Lehrsätze auf den. wichtigen Widerstand nichtRücksicht genommen, welcher aus der Adhäsion der Flüssigkeit an den Wänden des Ge-fäßes und an der übrigen Flüssigkeit, entsteht. Ich will daher hier den hydraulischenLehrsatz aus eine neue Weise darstellen/ wobey ich besagte Widerstande berücksichtige.
Bewegung der Flüssigkeiten in geschlossenen Gefäßen, mit Berück-sichtigung der hiebey bestehenden Widerstände.
§. 'iOy. Um bey der Bewegung der Flüssigkeiten innerhalb enger Gefäße, auchauf die Widerstände der Flüssigkeiten an den Gefäßwänden Rücksicht zu nehmen, wollenwir diesen Gegenstand folgendermaßen betrachten.
Man denke sich mehrere Gefäße, deren jedes (rücksichtlich der geometrischen Figurder Wände) irgend einem Gesetze der Stetigkeit unterliege, dergestalt mit einander inVerbindung, daß der Boden des einen Gefäßes allemal de» Deckel des nächstfolgendendarstelle, und denke sich in jeder dieser Trennungsplatten eine kreisrunde Qeffnung, so daßeine in diese Serie von Gefäßen gegossene Flüssigkeit alle Räume derselben fülle. Bewegtsich nun dieser Wasferkörper (was hier vom Wasser gesagt wird, gilt von jeder schwerentropfbaren Flüssigkeit) von einem seiner Spiegel nach dem andern hin, so darf man fol-gendes voraussetzen: 1) In jedem Gesäße bewegt sich, bis nahe an die kreisrunden Oess-nungen, der Wasserkörper in allen seinen Theilen nach der centrischen Linie des Gefäßes.2) In jedem auf der centrischen Linie senkrechten Querschnitte haben alle Theile einerleyGeschwindigkeit, z) Beyin Uebergange aus einem Gefäße ins andere bildet der Wasser-körper zwey auf einander verkehrt gesetzte abgestutzte Kegel (welches wegen der Kürze dieserWasserkörper angenommen werden darf), deren einer den letzten Querschnitt des nächstvor-hergehendcn Gefäßes, der andere den ersten Querschnitt des folgenden Gefäßes zur Basishat, wo aber beyde die kreisrunde Qeffnung zur obern Basis haben. 4) Die Adhäsionan den Wänden eines mit der Geschwindigkeit vorüberlaufenden Wassers, auf die Flä-cheneinheit der Wand bezogen, darf ausgedrückt werden durch I's>v). 5) DieAdhäsion der Wände eines mitten im Waffer sich fortbewegenden Wasserkörpcrs (wie dießbey erwähnten abgestutzten Wasserkegeln der Fall ist) mit der Geschwindigkeit darf —5Iv) gesetzt werden abermals auf die Flächeneinheit bezogen.