gravitiren) ausübt. Die allgemeinste Forin, unter welcher sich dieser Gesichtspunkt auffassenlaßt, bezieht sich auf folgendes Gesetz: Man denke sich ein Gefäß, das mit irgend einerschweren Flüssigkeit gefüllt ist, so daß die obersten Punkte dieser Flüssigkeit in cinerleyHorizontalebcne fallen (strenge genommen in die gekrümmte Oberstäche von einerlei) Sphä-roid); das Gewichc der cubischcn Einheit dieser Flüssigkeit sey —Nun betrachte manirgend wo innerhalb der Flüssigkeit eine wie immer gekrümmte Fläche, und bezeichne denAbstand des Schwerpunktes dieser Flache (in so fern man sie als physische Fläche vondurchaus gleicher Dicke und Dichtigkeit voraussetzt) von der Oberfläche der Flüssigkeitdurch n, so wie den Inhalt dieser Fläche durch t, so ist das Produkt ak/ der Aus-druck für die Summe aller Normaldrucke auf diese Fläche, d. h. für die Summe allerjener Drucke, deren jeder senkrecht auf ein Element dieser Flache wirkt ").
§. 107. Wenn ein fester Körper sich mit einer gewissen Geschwindigkeit fortbewegt,und nach derselben Richtung von einer beständig nachdrückenden Flüssigkeit gestoßen wird,so entsteht zwischen der Flache und Flüssigkeit ein Druck, den man den hydraulischenDruck nennt. Dieser Druck ist von dem Inhalte der Flache, welche der feste Korper derstoßenden Flüssigkeit aussetzt, von den Geschwindigkeiten des ststen Körpers und der Flüs-sigkeit und von: Gewichte der cubischen Einheit der Flüssigkeit abhängig. Wenn man nungleich den oben erwähnten Druck häusig als eine Function angibt, welche der Fläche, diezum Stoße gelangt, und dem Quadrate der Differenz der oben erwähnten Geschwindig-keiten proportional ist, so stimmt diese Regel doch weder mit der Erfahrung überein, nochläßt sie sich theoretisch rechtfertigen, wenn man mit einiger Subtilität auf alle Nebenum-stände Rücksicht nimmt, welche beym Stoße stüßiger Massen an Oberstachen fester Kör-per statt findet. Gestehen wir es freymüthig, daß über diesen Gegenstand, so wie vey»nahe über die ganze Hydrodynamik, noch eine Dunkelheit waltet, weiche die scharfsinnig-sten Untersuchungen der mathematischen Analyse bisher nicht zu zerstreuen vermochten
§. 10L. Das wichtigste Gesetz über die Bewegung schwerer Flüssigkeiten in geschlos-senen Gefäßen, wobcy die Formen bestimmten Gesetzen der Continuität unterworfen sind,ist in dem bekannten hydraulischen Lehrsatze von Daniel Bernoulli enthalten, obgleichauch dieser Lehrsaß nur annäherungsweise und nur unter bestimmten Voraussetzungen wahrist. Es wird hiebey Folgendes angenommen: Wenn man sich längs des Gefäßes inner-halb des von demselben eingeschlossenen Raumes, eilte cemrische Linie denkt, so besteht 1.)
») LossM welche mit Erläuterungen von Langsdorf überseht ist.
5O Manche >charf,uinche Winke hierüber finden sich in den mancherlei) hydraulischen Aufsätzen von Längs/dorf, Eytelwcin, ffo-sur, Gerstners Bewegung des Wassers in Schnßgeriimcn, in CrellsTheorie der Wmdmühkenflügc!