Druckschrift 
Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
Seite
77
Einzelbild herunterladen
 

7?

lcn treten die Hoden nach Erfodcrniß aus dem Untei leibe heraus, und in denselben zu-rück. Ausser den Cetacccn, sind die mehresten Gattungen der übrigeil Ordnungen in derKlasse der Säugethiere n?ic Saaiiiei'.bläsche» versehen. Bey manchen mannlichen Säuge-thieren, z. B. beym Hasen, ist die männliche Ruthe, so lange sie sich ausser Ereccionbefindet, nach hinten gekehrt.

Die mannlichen Genitalien am Vogel beziehen sich vorzüglich auf die an denNieren liegenden Geilen und die cluc-tns clelerentes. Selten besteht hier eine Ruche,statt derselben aber gewöhnlich in der eloaaa ein Paar kleiner Papillen.

XXI. Weibliche Genitalien.

§. 8g. Das wesentlichste, allgemeinste Organ der weiblichen Genitalien ist derEycr-siock, welcher bey den durch klingen athmendcn Thierklassen, bey manchen Fischen undvielen wcißblütigen Thiercn durch fallopische Röhren mit der Gebarmutter kommunizirt.Häufig steht der Dtcuus mit den äussern Sepualcheilen in Verbindung.

Der Kihler (clitoi-is) ist ein Theil der äussern weiblichen Scpualorgane, welcher denSäugethieren sehr allgemein zukommt. Die elitcnis hat einige Aehnlichkeir mit dermännlichen Ruthe, und richtet sich im Einzelnen nach dgiz: Baue der Ruthe am Männ-chen; so ist z. B. die olitoris des weiblichen Beutelthiers eben so getheilt, wie die ge-spaltene Eichel des männlichen Bcutelthiers.

Ein wahres Hymen besteht blos am menschlichen Weibe. Die Mutterscheide amMenschen unterscheidet sich von jener an den Quadrupeden durch Lage, und ganz eigenekünstlich gefaltete Structur. Die Gebärmutter am menschlichen Weibe .zeichnet sich ausdurch Stärke und Derbheit des parenolr^ma.

Der bltsi-us ändert seine Form bey einerley Thier, je nachdem er im ungeschwäu-gerten oder geschwängerten Zustande ist, daher bey Classification des Dterus auf diesenzweyfachen Zustand Rücksicht genommen werden muß.

Die weiblichen Genitalien am Vogel beziehen sich auf Folgendes: Aeussere Geni-talien mir der c-Ioima, darmähnlicher tudus Zenitalis; davon fast ganz abgesonderter Eier-stock. Der tulms Zenitalis zerfällt in vrey Theile: die Scheide, den bltcmns, dcn ovi-cknctns. Der traubenförmige Eyerstock der Vogelweibchen liegt unter der Leber, und be-steht aus einer Menge an Stielen hängender kuglichter Dotter, wobey die reifsten amäussern Umfange des Stocks liegen.

XXII. Leibesfrucht der Saugethiere, und Organe, mit wel-chen sie verbunden ist.

§. 85. Das Erste, was sich, nach der Befruchtung der weiblichen Saugethiere