können nun den Unterschied der Repulsiv- und Anziehungskraft der Gasarten messen. Die-ser nimmt mit der Entfernung der Theilchcn im direcreu Verhältnisse ab. Wenn sichGasarten ausdehnen, so wird die Wärmearmosphäre ihrer Elemente immer dünner undumgekehrt dichter, ohne daß hiebcy eine Veränderung in der Menge der Warme erfolge.Unter Größe und Volumen eines kleinsten TheilchcnS einer Gaöart, versteht Dalton denRaum, welchen es im Zustande einer reinen elastischen Flüssigkeit einnimmt. In diesemSinne genommen, begreift er unter dem Volum eines TheilchcnS das Volum des voraus-gesetzten undurchdringlichen Kerns, verbunden mit der ihn umgebenden, aus Wärmestoffbestehenden, Repulsionskrafc ausübenden, Atmosphäre.
Sonst nahm Dalton an, daß die kleinsten Theilchen aus denen die Gasarten be-stehen, dieselbe Größe habe», und daß gleiche Volumina, gleich viel Theilchen enthalten;späterhin hat er aber angenommen, daß die Atomen der verschiedenen Gasarten nicht vonderselben Größe sind, und daß Nachstehendes, wofern nicht in der Folge Gründe für dasGcgcntheil aufgefunden werden, als Grundsatz hingestellt werden kann, nämlich daß jedeArt einer elastischen Flüssigkeit aus kugelförmigen Theilchen, welche alle eine gleiche Größehaben, besiehe, daß aber nicht zwcy Arten derselben in der Größe ihrer Theile überein-kommen, vorausgefetzt, daß der Druck der Atmosphäre und die Temperatur dieselben sind.Er denkt sich die Theilchen einer Gasart, auf dieselbe Art geordnet, wie die Theilchendes Wassers, wo je 4 ein O.uadrat bilden; ihre Schichten hingegen horizontal, und jedes-mal die obern in den Zwischenräumen der untern, so daß die Berührungspunkte 45^ überden Mittelkunkt der untern sage erhaben sind. Bringt man nun eine GaSart mit derOberfläche einer andern in Berührung, so werden die Berührungspunkte von 45 — 90°variren können. Dieser Ursache willen muß eine Bewegung erfolgen, und die Theilchcneiner Art werden gegen die der andern fortgetrieben werden. Die Theilchen der einen Artsind wegen ihrer verschiedenen Größe, unfähig sich gehörig an die der andern anzuschließen,so, daß demnach unter den Theilchen (heterogenen) so lange kein Gleichgewicht eintretenkann, bis die Theilchen an der entgegengesetzten Fläche des Gefäßes dahin gelangen, wosie dauernd in Ruhe seyn können, und das Gleichgewicht tritt endlich dann ein, wenndas eine Gas sich gleichförmig durch das andere verbreitet hat. Gasarten sind vollkom-men porös, und daher dienen sie nur kurze Zeit dazu, einander zu sperren.
Ehe man untersucht, wie sich in dieser Hinsicht die tropfbaren Flüssigkeiten verhalten,muß man jene Gasarten, die zum Wasser eine Ve> wandschaft haben, von jenen trennen,die sie nicht haben; dieß geschieht, indem man beobachtet, ob die Elastizität oder irgendeine andere Eigenschaft des elastischen Fluidnms, indem es mit Wasser in Berührunggebracht wird, eine Veränderung erleidet. Merkwürdig ist die Erscheinung, wenn, in eineEudiometerröhre, irgend eine der vom Wasser absorbabelsten Gasarten, und hierauf schnell