einander folgenden durchsichtigen Körpern, eingesetzter Continuität statt finden; so fallt dievorerwähnte eingebildete gerade Linie mit einer Tangente zusammen, welche im Stand-punkte unseres Auges, jene Curve berührt, die als Bahn eines Lichttheils vom Lichtpunktenach unscrin Auge angenommen werden muß, wenn man mit Newton die Hypotheseannimmt, daß vom lichten Punkte aus centrale Lichtansstrahlnngen vor sich gehen, unddaß die alisgestrahlten Lichttheilchen, wie sie von einem Mittel ins andere treten, nach denbekannten dioptrischen Gesetzen New ton'6, bestimmte durch analytische Formeln ausge-drückte Abweichungen von ihren jedesmaligen Richtungen erleiden.
Wenn ich gleich hier die Erscheinung nicht ohne Erwähnung der New tonischenHypothese beschrieben habe, um leichter verstanden zu werden, so ist hier doch wenig-stens die Hypothese als Hypothese ausdrücklich angegeben, und es ist das Ganze so darge-stellt, daß man nicht auf den Wahn gerathcn kann, als sey die Emanation des Lichtsund die angenommenen Abweichungen der Lichttheilchen in ihren Bahnen, etwas aus sichselbst Erwiesenes, eine aus sich selbst erwiesene Wahrheit, welches nicht der Fall wäre,wenn mail z.B. sagen möchte: Wenn man einen lichten Punkt durch die vor-erwähnte Reihe von durchsichtigen Körpern wahrnimmt, so geschieht die-ses dadurch, daß von den ausstrahle nden Lich ttheilen diejenigen in unserAuge fallen, die nach Newton's Gesetzen der Ablenkungen der Bewe-gungen, nach jenen Curven laufen, in welcher Curve unser Auge liegt,daher rap port iren wir den lichten Punkt in Gedanken nach jener Richtung,welche der Tangente dieser Curven an unserm Auge entspricht u. s. w.
Aus der eben beschriebenen Erscheinung beruhen die, für das trigonometrische Höhen-messcn und die astronomischen Messungen so wichtigen Gesetze der irdischen und astronomi-schen Strahlenbrechung, worin vorzüglich hinsichtlich der erstem leider noch so viel Unbe-stimmtes liegt»
Sehr wichtige Bemerkungen hierüber finden sich unter andern in Tralles Bemer-kungen über atmosphärische Rcslection der Lichtstrahlen in den 'Abhandlungen der mathe-matischen Elaste der k. preußischen Academie der Wissenschaften Lc>4 — 8n; wo gesagtwird (ich spreche hier in der üblichen hypothetischen Sprache der Dioptrik, da aus demVorhergehende» schon erhellt, wie das Folgende ausgedrückt werden mußte, um die Erschei-nung von aller vorgefaßten Meinung frey, unmittelbar wie sie sich darstellt zu beschreiben):Die Bahn, welche ein Lichtstrahl von einem Punkte der Atmosphäre nach einem andernPunkte der Atmosphäre bildet, muß von der gekrümmten Bahn jenes Lichtstrahls mecklich
nannten Brechbarkeit des Lichts die Rede war, dle Abweichung dieser eingebildeten Linie sage ich,von der Are des Strahls, welcher letztere mit der Oberfläche des durchsichtigen Körpers einen Wimkcl « macht.