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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
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Röhrchcn ha>!gen, lind da sie durch ihr Gewicht doch senkrecht herabstrebt, so muß eineArtrackion zwischen Glaswand und Wasser bestehen.

Die Attrartion zwischen den Thcilchen des Crystalls, so wie jene zwischen der aus-gezogenen Säule und der iuncrn Wand des Haarröhrchens, lassen sich allerdings ans keineWeise läugnen. Indes folgt hieraus keineswegs (mag auch der atomistische Physiker,voil seinen vorgefaßten Ansichten der Erscheinungen bestochen, hier eine mathematischeConsegucnz seiner Schlußsolge erblicken), daß diese Accractioucn die Ursache der capilla-rischcn und crystallinischen Erscheinungen seycn. Ja noch mehr! folgt hieraus garnicht einmal, daß jene Attraccionen den materiellen Theilcn ursprünglich angehörten; son-dern es läßt sich eben so wohl behaupten, daß Crystallisation und Capillarisation, dieursprünglichen, aus ganz eigenen Veranlassungen hervorgegangenen Erscheinungen seyen,lind daß jene Attractionen, die Crystailcohäsion und Capillaratcraction, bloß die Wir-kungen, bloße Nebenerscheinungen der Crystallisation und Eapillarisation seycn.

Laßt uns sehen, ob wir aus diesem Wege die Erscheinung verfolgen können, ohne aufUnsinn und Widerspruch zu gerathcn, und ob wir einige Analogie jener Erscheinungenmit andern Erscheinungen, zu enthüllen vermögen.

Wenn das Wasser im Haarröhrchen aussteigt, so tritt die specielle Form aus derallgemeinen Form hervor; jene sondert sich von dieser ab; es besteht daher ein Streit zwi-schen den Typen nach Darstellung eines schwachen Grades von Individualität und nachDarstellung von Uuindividualicät, zwischen den Typen »lach Aeußerung eines geringen Gra-des des Aetivcn und den Aeußerungen des Passiven. Ganz dasselbe läßt sich von derAetion des Crystallisirens behaupten; mir der Bemerkung jedoch, daß hier der Srreitzwischen den Typen nach Aeußerung von Individualität lind nach Aeußerung voil Allge-meinheit, weit heftiger scyn müsse, als dort; da hier ein weit schneidenderer Contrast her-vortritt, wie wir dieß mehrmalen bemerkt haben. Betrachten wir daher die Capillarat-traccion und die Crystallcohäsion bloß als Aeußerungen des Streites zwischen den Typennach Darstellung des Allgemeinen und Speciellen, so faßt diese Hypothese nicht nur nichtsUnsinniges in sich, sondern wird lins vielmehr hieraus sehr begreiflich, warum dieCapillarattracrion weit geringer sey, als im Allgemeine» genommen, die Crystallcohäsion.

Statt demnach mit den Atomistikern gewisse ursprüngliche Gestalten der kleinsten Thcil-chen anzunehmen (eine Hypothese, die nichts erklärt, da es nicht mehr begreiflich ist,warum die kleinsten Theilchen ursprüngliche Gestalten haben sollen, als warum bestimmteGestalten größeren Massen eigenthümlich seyn sollten) und Hieralis die verschiedencrley Arcender Crystallisation, die Crystallcohäsion und Capillarattraccion zu erklären; statt diesic grob-sinnlichen allzumateriellen Ansicht, mit welcher man in den Betrachtungen der erhabenernNaturerjcheinungen, als ganz vorzüglich jener der lebenden Natur nicht weit auslangt,