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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
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über ^ dcr Lange des Haarröhrchens hoch, erhalten werden könnte. Das Hängenbleibender Wassertheilchen, welche die innere Wand des Haarröhrchens benetzen, und so einenhohlen Waffercylinder bilden, betrachten wir, unfern obigen Ansichten gemäß, nicht alsdas Resultat der Attracriou zwischen Glas und Wasser, sondern bloß als Resultat des imhohen Grade intensiv in jenen Wassertheilchen geweckten Typus zur Capillaraction, d. h.zur ersten allgemeinsten Acußcrung selbstbedingter Thätigkeit, welche sich als Gegensatz derSchwere darstellt.

§. 29. Nach den hier aufgestellten Betrachtungen über die Natur des Crystallisirens(des Ucbergehens aus dein flüssigen in den crystallinischen Zustand, ans der Darstellungder allgemeinsten zur Darstellung der speciellen selbsibcdmgten Form) und des Eapillari-sirenS (des UebergehcnS ans der allgemeinsten in jene Form, welche dem ersten Gradeeiner Selbstbedingung entspricht, ohne jedoch eine rücksichtslose Selbstbestimmung in sichzu fassen), wird nicht etwa behauptet, daß durch die selbstbedingte Thätigkeit, welche dieFlüssigkeit in jenen bcyden Actione» ausübt, die Actio» der Schwere, in welcher sich dieMaterie bloß passiv zeigt, etwa aufgehoben werde. Keineswegs! die crystallisirte Massewiegt nach dem Crnstallisircn eben so viel, als da sie sich noch im flüssigen Znstande be-fand. Die aufgestiegene Säule im Haarröhrchen hat noch dasselbe Gewicht, als damals,wo sie in der übrigen Flüssigkeit sich zerstreut fand. Die Schwere ist überhaupt ein Ur-zustand der Materie, an der nie etwas geändert werden kann, mögen auch die Typen zuallen übrigen Actione,, in der Materie, wie immer umstimmt werden. Die Schwere istkiue Actiou in der Materie, die gar nie umstimmt werden kann; daher wir auch dieSchwere nicht als eine acrive Aeußerung dcr Materie, sondern blos als einen passivenZustand derselben betrachten wollen, wozu wir um so mehr berechtiget sind, da uns dieeracten Resultate der physischen Astronomie (woselbst die Masse als von der allgemeinenGravitation ergriffen, betrachtet wird) beweisen, wie sicher uns diese Hypothese in unfernForschungen leite. Beym Crystallisiren und Capillaristren bleibt dcr Einfluß der Schwereauf das ursprüngliche Flüssige, summarisch unverändert; und nur der PlasiiciSmuS äußertsich in dcr Flüssigkeit entweder als gänzlich rücksichtlos gegen die Schwere, oder als imGegensätze zu derselben; da hingegen in der Flüssigkeit vor dem Eintritte des Crystallisirensund CapillarisircnS, der PlasiiciSmuS ganz der Schwere nncerthänig sich äußert, daher

Die Form des Crystallinischen, deutet auf eine rücksichtslose Selbstbestimmung in der Ausübungdes PlastieiSnuiS hin. Die Crystalle bilden sich nämlich nach bestimmtcn geometrischen Figuren, ohnehiebest etwas Anderes zu berücksichtigen. Hingegen deutet das eapillarische Aufilcigen dir Flüssigkeit,auf das Streben hin, von dem Verhalten der übrigen Flüssigkeit ei-c Auonahme zu machen; esliegt demnach in diesen. Streben eine "Beziehung auf den allgemeinen Zustand der Flüssigkeit, voneinzelne» sich absondernden Theilcn derselben nach jener hin. Dies Streben sc demnach nicht rück-sichtlvs, fast immer noch eine Beziehung ans das Uebrigc in sich, ist daher immer noch in einemhohen Grade imindividliell.