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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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Flüssigkeit so, warum jene anders? Warum stellt diese Pflanze gerade diese successven Le-bensbilder dar, warum ist dies; bey jener anders ? Warum weckc einerlei) Wahrnehmung indem Einen diese, in dem Andern jene Idee, ja wohl gar in einem Dritten gar keine^zdee? Wer mag dergleichen Fragen beantworten? Wenn einerlei) Umstände in einerlei)oder verschiedenerlei) Wesen, verschiedenerlei) Erscheinungen hervorbringen: so müssen wirin jenem Wesen verschiedenerlei) Prädi sp o fitio ncn annehmen, wornach der Typus zuirgend einer Action, in dem einen Wesen auf diese, in dem andern Wesen auf jene Artgeweckt wird. Hatte die Erde gegen die Sonne ein Gravitationsvermögen, das dem Ku-bus der Entfernung verkehrt proportional wäre, so hatte die erste Wurfgeschwindigkeic niedie Erde nach einer Bahn getrieben, welche ein Kegelschnitt wäre.

H. 27. Man könnte gegen die hier aufgestellte Theorie über das Crystallistren beyniederer Temperatur, und das capillarische Aufsteigen in höherer Temperatur, einwenden,daß ja das Crystallistren mancher Flüssigkeit z. B. am Wasser, wohl bey jenem Gradeder Temperatur vor steh gehe, bey welchem die Flüssigkeit einen höhern Grad der Dich-tigkeit behauptet, daß aber bey diesen Flüssigkeiten die Crystallisation nicht eben bey jenerTemperatur vor sich gehe, bey welcher die größte Dichtigkeit besteht. So z. B. ist bey2,736 Grad Reaumur Octogefimalscale, das Wasser am dichtesten, und dennoch crystal-lisirt es nicht bey diesem Grade, sondern erst bey einigen Graden unter Null. Allein,diesen Umstand muß man blos als eine Anomalie von der Regel betrachten. In keinemFalle trifft ja der Versuch mit dem Resultate der Theorie vollkommen übcrcin, da allent-halben gewisse Nebenumstandc, eine Abweichung verursachen. So ist z. B. die größtewirkliche Wurfentfcrnung nicht gerade bey einem Neigungswinkel mit dem Horizont 45 ^da der Widerstand der Lust hieran etwas ändert. Es wäre nicht unmöglich, daß das Cry-stallistren des Wassers, bey dessen Zustande der höchsten Dichtigkeit darum nicht statt finde,weil bey diesem DichtigkeitSzustande das Wasser eine noch zu grosse objcetive Wärmeactionausübt, da es hingegen bey einigen Graden unter Null, eine geringere objective Wärmeactionausübend, einer höhern subjeetiven Wärmeaction fähig wird. In diesem Zustande nur,wo die Wärmeaction weniger objectiv beschäftiget, mehr subjectiv wirken kann, vermag siejene stlbstbcdingte plastische Action hervorzubringen, die sich als Crystallisation darstellt.

§. 28. Die Capillaraction zwischen Wasser und Glas (z. B. bey gläsernen Haar-röhrchen) äussert sich in ihrer vollen Starke nur dann, wenn die Oberfläche des Glases, längswelcher das Wasser aussteigen soll, vorläufig benetzt worden. Diese Erscheinung laßt sichnach der Laplacischen Hypothese der Anziehung zwischen Glas und Wasser, nicht wohl er-klaren; denn, wenn diese Attraction wirklich besteht, so müßte das Wasser eben sowohla>l der trockenen, als an der benetzten Wand aussteigen. Behauptet man auch, daß dieim benetzten Haarröhrchen aufsteigende Säule, blos durch die Acrraction gegen jene dünne