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Die ungeformten Mineralkörper, wenn gleich von unbestimmter Gestalt, stellen den-noch in ihrem Bruche eine mehr oder weniger bestimmte Crystallisation dar, lind deutenhiedurch auf einen Typus zur Crystallisation hin, welcher bey ihrer Bildung unter einemhöhern oder Niedern Grade von Energie und Selbstständigkeit werkthätig war, allemalaber das Gepräge der Individualität weit schwächer auszudrücken vermochte, als jenerTypus, der sich in den crystallisirten Körpern verkündet.
Rücksichtlich der Energie, der individuellen Selbstständigkeit in der Action, verhaltsich der CrystallifationstypuS am angeformten Mineralkörper zum Crystallisationetypus amcrystallisirten Körper, wie der Typus zum Entwürfe successiver Lebensbilder an der form-losen Lebensmaterie, zum gleichnahmigen Typus am Erze, am Saamen, an der Gemme. ")
Die Flüssigkeit ist weder ein crystallisirter Körper, noch ein ungeformtcr Körper,;sie ist der Muccerkörper alles Geformten; aus ihr bildet sich das Crystallinifche; aus ihrgeht der ungeformte Körper hervor; aus ihr entfalten sich die siiccessiven Lebensbilder anPflanzen und Thieren, so wie die weniger bestimmten siiccessiven Lebensbilder an Zoophy-ten und Phytozoen.
Das Flüßige, ein fortwährendes Spiel der äußern Einwirkung, eine Kugel am Tro-pfen, ein getreuer Abdruck der Gebirge, Thaler und Klüfte am Ozean, ist das der un-aufhörlichen und zufälligen Verwandlungen in den äußern geometrischen Umrissen fähige;bey diesen Umwandlungen nach Aussen bleibt jedoch die innere Textur unverändert.
§. 20. Im anorganischen Reiche, woran sich der Plasticismus durch geradlinigteBegränzung auszeichnet, ist das erste Erzeugnis; im Beginnen der Crystallisation, ein eckiggeformtes Blättchen, da es hingegen am Organischen ein hohles Bläschen ist, wo über-haupt die krummlinigte Begränzung prädominier.
Wird Wasser, das unter dem Gefrierpunkte steht, aber noch nicht in Eiscrystalleübergegangen ist, mit einer Eisnadel berührt, so erfolgt sogleich das Gefrieren des Was-sers, alles übergeht in eine bestimmte Crystallform. Werden in eine Auflösung, welcheunter günstigen Umstände!» zu Crystallina anzuschießen geneigt ist, Crystalle von derselbenNatur eingetaucht, so wird hiedurch das Anschießen der Crystalle in der ganzen Masse be-fördert. Es scheint, als bestehe in der fiüßigen Masse ein Typus zur Crystallisation,welcher gleichsam noch schlummert, und durch schon bestehende Crystalle, worinn der Ty-pus zur Crystallisation schon als geweckter Typus erscheint, in seine Thätigkeit gesetzt wird,welches sich dann durch das Anschießen der Crystalle äußert.
Dieß läßt sich eben sowohl annehmen, als daß jeder Körper den Typus zu allen
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O Dieß wird aus dem Artikel Organismus überhaupt deutlicher werden.