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6) Dritte große allgemeine Wasscrbedeckung von nicht sehr hohem Stande, stür-mischen Fluthen, Ruin der organischen Natur, Beruhigung, allmahligcr Zunickzug: ab-weichende und übergreifende Lagerung gegen die alteren Gebirge, Heere von Thieren- undPsianzcn-Abdrücken und Versteinerungen; abfallendes Niveau des Ausgehenden, eonglu-rinirte GcbirgSarten, dann chemisch reine ausgebildete Massen: Aeltere Flöhgebirgc.
7) Neues Aufteigen, oder vierte große Wasserbedeckung bis zu einer weit größernHöhe, stürmische Bewegung, nachherige Beruhigung und ruhiger Stand und Abzug desGewässers; abweichende und unterbrochene Lagerung über alle altern Gebirge; mechanischeAusscheidungen; unrer sich gleichförmige Lagerung: Jüngere Flötzgcbirge.
8) Völliger Rückzug des Gewässers nach dem Meere, dabey statt habende Zerstö-rungen; Finthen und Überschwemmungen; Verwitterungen; aufgeschwemmte Gebirge.
Um sich einigermaßen zu erklären, nach welchen veranlassenden Ursachen diese großenNaturrevolutionen etwa vor sich gehen mochten; kann man Folgendes annehmen: Nochihr bemerken wir an den physischen Erscheinungen gewisse Perioden, einen gewissen Cyclus,wie z. B. au der Ebbe und Fluch, an den Meeresströmungen, am Barometerssiande, ander Richtung der Magnetnadel ...... Nach ähnlichen periodischen Zykeln mögen Ge-birge mit regelmäßigen Schichtungen entstanden seyn (z. B. regelmäßige Folge ihr einerSchichte Sand, dam« einer Schichte Steinkohlen): Jene außerirrdischen Einsiüße, die itztperiodische Wetterveränderungeu bewirken, mögen ehedem periodische Niederschlagungenganzer GebirgSmassen bewirkt haben. -)
Die Gebirge enthalten öfters mitten zwischen ihren eigenthümlichen Lagern, eingela-gerte fremdartige Formationen, Gänge, Klüfte .... (welche zuweilen metallhaltig): häu-figer und mächtiger finden sich diese heterogenen Einlagerungen in jüngern Gebirgen alsin altern. Sind diese Einlagerungen späterhin ausgefüllte Risse? Dieß ist sehr wahr-scheinlich, und auch hier mögen ähnliche Formationsmethoden und Formationssuiteu stattgesunden haben, als an den Gcbirgsmassen überhaupt.
Die Entstehung verschiedener Gebirgslager aus der Wasserbedeckung einerlcy Bil-dungsperiode wird erkannt, aus der Uebereinstimmung dieser Gebirgslager in Gemengthei-len und in jener Lagerung, welche auf einerlei) Richtung der Fluth, aus Gleichartigkeit derUmstände beym Entstehen, schließen lassen.
Rücksichtlich des chemischen Bestandes und der Gcmengtheilc, unterscheiden sich dieUrgebirge (vorherrschende Kieselerde dann Thonerde) von den Gebirgen jener Formations-
5) Schubert Geognosie.
Werner Entstehung vcr Gang«.