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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
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desto weniger aber bezieht sie sich auf die Körperwelt, indem sie allemal nur aus demRäume hervorzutreten vermag. Diese wenigen Betrachtungen mögen einstweilen hinreichenum das Bild der Lebenserscheimmgcn im Geiste hervorzurufen. Die vollendete Co-ftruk-tio» dieser Idee kann nicht bloß durch Worte bewerkstelligt werden; der Geist kann da-durch nur gestimmt werden, mir andächtiger Aufmerksamkeit, und in der Demuth desbloß Forschenden, in einem Reiche, wo der Geist nur bewundern, aber nie begreifen kannsich umzusehen, und mit unbestochenen Augen, ohne vorgefaßte Meinung, zu erblicken,was sich da zeigt. Die Gesetze, welche es dem Menschen gelang der lebenden Naturabzuspähen, so wie die Muthmaßungcn die er hie und da über das Wesen der lebendenNarur wagen durfte, sollen weitershin vorgetragen werden.

u.) Der Organismus erscheint an Pstanzcn, Zoophyten und Phytozoen, so wie an Thieren.Merkwürdig sind hier die Erscheinungen der Reizbarkeit, Reeepcivität, des Reactions-vermogens. Zu dem höchsten Erstaunen stimmt die Betrachtung über den statt sinden-den Bcharrnngsstand am totalen Weltorganismus, trotz der Zufälligkeit der äußernEinwirkungen. Schwer ist es, die Gränzcn der lebenden Natur genau und scharf zubestimmen; und eben fo schwierig anzugeben, wo ein Reich der lebenden Organismenin das andere übergeht; indcß gewährt das Wenige, was hierüber bisher entdeckt wor-den, einen höchst erfreulichen tteberblick, und berechtigt zu den schönsten Hoffnungen.Höchst auffallend ist es, in allen Reichen der lebenden Narur an so mancherlei) Indi-viduen Organe zu entdecken, die als zwecklos erscheinen, in so fern man dieselben alsbloße Werkzeuge für die mancherlei) LebenSfunctionen betrachtet. Allein ein weiteresForschen, ein inneres Eindringen in die Natur zeigt, daß die Organe nicht bloß alsWerkzeuge dienen, sondern daß der Typus des Bildungstriebes am ganzen Welrorga-nismuS auch bloß in seiner plastischen Action seinen eigenen Plan verfolgt, und in demgroßen, uns bloß in Bruchstücken dargestellten Gemählde, bestimmten ästhetischen Ge-setzen, folgt. Dergleichen höhere Ansichten, wo man sich nicht mit dem kurzsichtigenBlicke der die Narur so engherzig betrachtenden Materialisten begnügt, führen zur höch-ste» Bewunderung der Natur und ihres Urhebers, daß selbst die physische und geogra-phische Verbreitung der lebenden Geschöpfe bestimmten Gesetzen unterworfen ist, führtabermals zu der entzückenden Ueberzeugung, daß die Schöpfung ein geregeltes Kunst-werk ist, und nicht die Wirkung des blinden Schicksales. In den Gebirgsformationcnund den darin verborgenen Ueberrestcn organischer Wesen, lesen wir die große Gejchtchteder auf einander folgenden organischen Umwandlungen; und wenn hier gleich Manchesdem einseitigen Philosophen oder Geometer als bloße Hypothese, auf die er verachtungs-voll herabblickt, erscheinen mag, so ist uns doch wenigstens hiedurch eine Bahn zuhöchst interessanten Untersuchungen geöffnet, erhaben genug, um den Geist des Mechchen