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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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der Natur, bey dessen blosser Betrachtung, sich Verstand und Phantasie in das Chaotische des Denkbaren verlieren, bestimmt zu desiniren; begnüge ich mich, hier bloö durcheinige Impulse das Bild der Lebenserscheimmgen in der Idee zu wecken.

Die Idee vom Leben muß selbst lebendig seyn; der Verstand allein vermag blos dasstarre, rodce Gerippe, das unregsame Skelett, gleichsam nur die perspcctivischen Linien imGcmählde zu bestimmen; die Phantasie muß erst das Gemahlde beseelen.

Richten wir unsere Blicke i) auf die bildsame, rohe, unbelebte Materie ); 2) aufdas Crystaliinische, und z) auf das Organisirte: so treten folgende Haupunomente des Ver-haltens hervor: 1) Zusammenhang der Thcile untereinander. Totaltendenz, als bloßes Ag-gregat der den Theilen zukommenden einzelnen Tendenzen. 2) Zusammenhang der Theileunter einander. Totaltendenz als etwas für sich Bestehendes, gegen die einzelnen Thcilesich gebietend AeußerndeS, und hiernach diese als bloße Materialien zu einem Ganzen ver-wendend. Die Tendenzen am verschiedentlich Gebildeten, das an einem und demselbenGanzen erscheint, rrecen nicht als sich wechselseitig unter einander bestimmend auf (aneinerley Crystallmasse erscheinen die einzelnen crystallinischen Theile als von einander unab-hängig selbst den primitiven Formen nach, wenn die Crystallmasse als ein Conglomeratvon verschiedenen Crystallen erscheint) Aetivitat bis auf eine gewisse Granze hin, dann ein-tretende Ruhe, kein ferneres Fortbilden, z) Zusammenhang der Thcile unter einander.Totaltendenz als etwas für sich Bestehendes gegen die einzelnen Theile sich gebietendAeußerndeS, und hiernach diese als bloße Materialien zu einem Ganzen verwendend. DieTendenzen, an: verschiedentlich Gebildeten, das an einem und demselben Ganzen erscheint,treten als sich wechselseitig unter einander bestimmend auf (durch die Theile besteht undbestimmt sich das Ganze, und umgekehrt durch das Ganze jeder einzelne Theil; in sichgeschlossener Zusammenhang, sich selbst bedingende Schöpfung, wenn gleich noch immer ab-hangig von der Aufsenwelt; Mikrokosmus im Makrokosmus). Die Aetivitat kennt hierkeine Granze; unaufhörliches Umwandeln, Bilden, Vernichten und Schaffen, fortwährendeTendenz am Objeetiven, den Typus des Subjectiven zu wecken (bestandige Assimilationund Ausscheidung), das Leblose zu beleben, das niedere Leben zum höheren zu erheben,und solchergestalt das Herrschen über die ganze Natur laut zu verkünden. KcummlinigceBegranzung, und daher der Ausdruck des Unendlichen schon in der Form.

Die Lebcnsaction des organischen Körpers äußert sich als Tendenz nach unaufhör-licher Umstaltung in zweyerley Rücksichten, istenö unaufhörlich übertritt er aus einem ' D 2

») Leblos heißt hier nicht absolut leblos; denn wer mag entscheiden, ob irgend ein Körper, absolutleblos sey; vielleicht sind alle sogenannten unorganischen Körper solche, in denen nur ein niedreresLeben besteht; in denen der U)pns zur Lebensacrion nur in einem äußerst schwachen Grade gewecktist; welche daher lieber psc 11 d 0 0 rga ni > che oder su b 0 r g anijche Körper genannt werden sollten.