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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
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digkeit wachst. Die Geometers haben es gewagt, das letzte Gesetz, wie wir wcitcrshin sehen werden, durch Formeln auszudrucken; in wie ferne die Formel hier der Wirk-lichkeit entspreche, will ich nicht entscheiden.

In) Der Mechanismus erscheint, wie wir gesehen haben, am Organischen überhaupt inseiner höchsten Fülle. Betrachten wir irgend ein System von zusammenhangendenMassen, wobey wechselseitige Bewegungen der Körper gegen einander statt finden, sohindert uns die fortwährende Veränderung in der Grnppirung der Theilc gegen einan-der (z. B. der Planeten und Trabanten gegen die Sonne und gegen einander), nicht,ein solches Massensystem als eine bestimmte Sache anzuerkennen. Betrachten wir hin-gegen ein organisches Wesen z. B. eine sich entfaltende Knospe, so bemerken wir hier,wenn wir ja den Gegenstand eines innigen ErsorschenS würdigen, nicht bloß bestandigeVeränderungen in den Lagen gewisser, ihrer Identität nach beständiger Massen gegeneinander, nicht nur ein unaufhörliches Umwandeln im plastischen Ausdrucke, in Farbe,Geruch und andern finnlich wahrnehmbaren Acnßerungen; sondern überdies noch, wegender unaufhörlichen Assimilation und Ausscheidung, ein fortgesetztes nie stille stehendesVerandern der Masse, nicht bloß in Quantität und Qualität, sondern sogar ihrer Iden-tität nach; und dieß nicht etwa bloß an den sich bewegenden Säften, sondern in allen,selbst den kleinsten Theilen, die gleichsam das Skelett der Pflanze darstellen. Ver-lieren wir uns in dieser Betrachtung weiter, und fragen uns, was wir bcy der sinn-lichen Betrachtung z. B. der sich entfaltenden Knospe denn eigentlich betrachten? somüssen wir gestehen, daß wir es selbst nicht wissen, daß wir eigentlich keine bestimmteSache vor uns haben, sondern, daß wir uns in die Lage versetzen, die Aetion derNatur dergestalt auf uns einwirken zu lassen, daß in uns die Vorstellung jenes Lebens-bildes entsteht, welches such auf den succesfiven Entwurf bestimmter veränderlicher Lebens-bilder bezieht, und zwar für einen bestimmten Augenblick, welcher aus der zum Ent-würfe dieser Lebensbilder bestimmten Periode einzeln herausgehoben wird.

Z.) An den Erscheinungen der Natur enthüllen sich uns nicht blos bestimmte undhöchst mannigfaltige Gruppirungcn und Aggregationcn, nicht bloß die verschiedenstenBewegungeil und die mannigfaltigsten Systeme der Bewegung, sondern die Objecto er-scheinen uns unter so verschiedenen Eigenschaften, daß wir geneigt waren, eigenthümlichequalitative Versthiedenheiten unter den Körpern anzunehmen. Wir bemerken in vielenFällen, daß bey dem Zusammenkommen und wechselseitigen Durchdringen mehrerer alsversthieden erstcheinender Substanzen, eine combinirte Substanz fich bildet, welche gleichsamals neu geschaffen fich darstellt, und (was im höchsten Grade auffallend ist), sehr oftnicht das Geringste von jenen Eigenschaften besitzt, welche den getrennten Substanzen vorihrer Verbindung zukommen. Wir bemerken fernerö, daß in vielen Fällen, die eine oder