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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
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zeiten bemerken. Bey gewissen Pflanzen reicht die bloße Annäherung eines Theils un-scrs Korpers hin, um eine Art von krampfhafter Zusammcnziehung an derselben her-vorzubringe», wie an der lVIimosn zmcliaa, am idioli ms tangsre. Der Saft in denPfianzcn ist während ihrer ganzen Vegetationsperiode in steter Bewegung. Wird einerder Behälter des gefärbten Saftes verletzt, so erfolgt eine Art von Contraction, wo-durch ein Theil des gefärbten Saftes mit Gewalt herausgedrückt wird, u. s. w.

5.) Der Mechanismus läßt steh an Zoophyten und Phytozoen nicht weniger bemerken; jabey den Zoophyten kann man sogar einen geringen Grad von willkührlichcr Bewegungwahrnehmen; wie z. B. an den Jnfusionöthierchen.

Z.) Der Mechanismus äußert steh am Thiere sehr auffallend, man möchte sagen unterseinem höchsten Adel, indem hier allemal ein minderer oder höherer Grad von Spon-taneität zum Grunde liegt. Diese letztere finden wir bey tieferer Ergründung der anima-lischen Regsamkeit nicht bloß in den sogenannten willkührlichen Bewegungen, sondernauch selbst in den unwillkührlichen; jedoch bezieht sich bey diesen letztern, die Sponta-neität nicht ans deii Willen des ThiereS, sondern auf den Zweck des BildungstricbeS,welcher durch die unwillkührliche Beweguna erreicht werden soll. Es liegt also in denunwillkührlichen Bewegungen zum wenigsten ein Analogon von Spontaneität, welchesauch den Zoophyten, Phytozoen und Pflanzen zuerkannt werden muß. Merkwürdigsind die Bewegungen des Blutes in den Venen und Arterien so wie überhaupt dieBewegung der so mancherlei) Safte im thicrischen Körper; nicht minder die Bewegun-gen des AthmenS und des Herzens, jene des Magens und der Gedärme, u. s. w.

Müffen wir bey Betrachtung des Weltgebäudes das Unendliche in der Größe unddie weise Anordnung in den Verhaltnissen anstaunen, so führt uns eine innige Be-trachtung selbst nur des Systems von Bewegungen an irgend einein lebenden Jndivi-dno dahin, einzusehen, daß wir nichts begreifen, und uns begnügen.müssen, das großeWunder bloß in seinen Resultaten kennen zu lernen. Dort konnten wir den Scharfsinnund die Klugheit des großen Rechners bewundern, der den Ungeheuern Massen jeneBewegungen vorzuschreiben wußte, die durch die kleinsten Theile von Sekunden be-stimmt sind; wir konnten ihn als einen unbegreiflich großen Geometer erkennen. Hierhingegen wird alle Geometrie, Alles, was wir im Gesetze der Bewegung zu fassenvermögen, zu Schanden; und wir müssen hinter diesen Erscheinungen etwas Geheim-nißvolles, Unbegreifliches, dem Calcul nicht Unterwcrfbares ahnden.

Nicht minder merkwürdig und im höchsten Grade unerklarbar, sind die willkühr-lichen Bewegungen an denen wir weiter kein Gesetz aufzufassen im Stande sind, alsdaß dabey für jedes lebende Individuum gewisse Grenzen in der Größe und Dauer stattfinden, und daß das Vermögen einen Druck auszuüben, abnimmt, wenn die Gejchwin-